Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

Günstige Motorradhelme im Test: 7 Integralhelme unter 150 Euro

Motorrad-Online

Günstige Motorradhelme im Test: 7 Integralhelme unter 150 Euro

Aktualisiert am 17.04.2026, 12:05 Uhr © Tyson Jopson Lesedauer:6 Min. Motorrad-Online

Dieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

7 Integralhelme unter 150 Euro im Test – von LS2, FC-Moto, Nexo, MTR, Germot, Rocc und GMS. Alle erfüllen ECE-R 22.06, doch Passform, Akustik, Belüftung und Bedienung unterscheiden sich deutlich. Welcher überzeugt im Alltag und im Labor?

Testsieger und Kauftipp im MOTORRAD-Integralhelmtest

  • Testsieger LS2 FF808 Stream II bei FCMoto.de kaufen
  • Kauftipp FCMoto Hawk EVO-X bei FCMoto.de kaufen

Klapphelme unter 150 Euro im MOTORRAD-Test

Integralhelme im Test: Daten, Stärken, Schwächen

LS2 FF808 Stream II (Testsieger)

  • Anbieter: LS2
  • Preis: ab 129,00 Euro ("Jeans" und Dekore 149,00 Euro)
  • Größen: XS bis 3XL; Gewicht: 1550 +/– 50 g/1564 g (Herstellerangabe/L gewogen); Farben: Mattschwarz, Weiß, Grau,"Jeans" (Anthrazit), zwölf Dekore;
  • Helmschale: Thermoplast("KPA – Kinetic Polymer Alloy"); Verschluss: Ratsche; Herstellungsland: China, ECE-Prüfzeichen E1 (Deutschland); Ersatzvisiere: 38,56/41,41 Euro (klar/verspiegelt), Pinlock-Scheibe 41,41 Euro
  • Ausstattung: Pinlock-Vorbereitung
  • Geräuschmessung: 91,4 dB(A) (Summenschalldruckpegel)

(+) Gute Brillentauglichkeit; gute Passform, klar definiert, relativ straff und ohne Druckstellen; gute Abdeckung durch Sonnenblende, einfache Bedienung; aerodynamisch relativ neutral; praxisgerechte Kinnteil- und Oberkopfbelüftung; Dichtigkeitsprüfung bestanden; gute Verarbeitung; gute Schlagdämpfungs-/Rotationswerte

(-) Visierrastung mit nur einer Zwischenstufe; Visierverriegelung wirksam, aber gewöhnungsbedürftig und schwer erkennbar (Ersthelfer!), Sonnenblenden-Tönung u. U. störend; Kinnriemenpolster zu kurz; hohes Geräuschniveau

Urteil: gut

Fazit: Der LS2 könnte auch problemlos in einer etwas höheren (Preis-)Liga mitspielen, seine Performance entspricht der eines soliden Mittelklasse-Modells. Zwei, drei kleine Baustellen gibt es zwar, dennoch holt er sich souverän den Testsieg!

FC-Moto Hawk EVO-X (Kauftipp)

  • Anbieter: FC-Moto
  • Preis: 99,95 Euro; Größen: XS bis XXL; Gewicht: 1700 g/1690 g (Herstellerangabe/L gewogen); Farben: Mattschwarz/Grau/Weiß, Mattschwarz/Grün/Weiß, Mattschwarz/Orange/Weiß, Mattschwarz/Rot/Blau/Weiß
  • Helmschale: Thermoplast; Verschluss: Ratsche; Herstellungsland: China, ECE-Prüfzeichen E9 (Spanien); Ersatzvisiere: 19,99/29,99/29,99 Euro (klar/getönt/verspiegelt), Pinlock-Scheibe 24,99 Euro
  • Ausstattung: Pinlock-Vorbereitung
  • Geräuschmessung: 92,6 dB(A) (Summenschalldruckpegel)

(+) Befriedigende Brillentauglichkeit; gute Passform, klar definiert, relativ straff und ohne Druckstellen, guter Komfort; gute Abdeckung durch Sonnenblende, einfache Bedienung; aerodynamisch relativ neutral; weitgehend praxisgerechte Kinnteil- und Oberkopfbelüftung; Dichtigkeitsprüfung bestanden; gute Verarbeitung; gute Schlagdämpfungs-/Rotationswerte

(-) Sichtfeld durch Atemluftabweiser eingeschränkt; keine praxisgerechte Visier-Belüftungsstellung; sehr harte Visierrastung; Kinnriemenpolster zu kurz; hohes Geräuschniveau; relativ schwer

Urteil: gut

Fazit: Passform, Look und Tragekomfort stimmen. Für unter 100 Euro liefert das FC-Moto-Modell ordentlich ab und verdient sich klar den Kauftipp – wenn man mit Gewicht und Lautstärke leben kann. Top auf der Landstraße, eher weniger auf der Autobahn.

Nexo Comfort II

  • Anbieter: Polo
  • Preis: ab 149,99 Euro (Dekor 169,99 Euro); Größen: XS bis XXL; Gewicht: 1450 +/– 50 g/1488 g (Herstellerangabe/L gewogen); Farben: Mattschwarz, Weiß, Schwarz/Grau/Rot, Schwarz/Grau/Silber
  • Helmschale: Thermoplast; Verschluss: Ratsche; Herstellungsland: China, ECE-Prüfzeichen E11 (Großbritannien); Ersatzvisiere: 19,99/24,99 Euro (klar/getönt), Pinlock-Scheibe 29,99 Euro
  • Ausstattung: Pinlock-Vorbereitung
  • Geräuschmessung: 91,7 dB(A) (Summenschalldruckpegel)

(+) Befriedigende bis gute Brillentauglichkeit; befriedigende Passform (ggf. aber etwas Druck auf Stirn); sehr gute Abdeckung durch Sonnenblende, einfache Bedienung; aerodynamisch relativ neutral; befriedigende Kinnteil- und Oberkopfbelüftung; Dichtigkeitsprüfung bestanden; vergleichsweise niedriges Gewicht; gute Verarbeitung; befriedigende Schlagdämpfungs- und Rotationswerte

(-) Keine praxisgerechte Visier-Belüftungsstellung; Sonnenblende kommt ggf. in Nasenkontakt; Kinnriemenpolster zu kurz; hohes bis sehr hohes Geräuschniveau bereits um 100 km/h

Urteil: befriedigend

Fazit: Da fehlt nicht allzu viel zum Testurteil "gut", aber das verarbeitungsmäßig wirklich gut gemachte Polo-Hausmarkenmodell lässt besonders bei der Akustik entscheidende Punkte liegen. Für Ohrenstöpsel-Freunde aber durchaus überlegenswert.

MTR S-14 Evo

  • Anbieter: Detlev Louis
  • Preis: ab 99,99 Euro(Dekor 129,99 Euro); Größen: XS bis XXL; Gewicht: 1650 +/– 50 g/1656 g (Herstellerangabe/L gewogen); Farben: Mattschwarz, Mattschwarz/Grau/Weiß, Schwarz/Blau/Gelb
  • Material: Verschluss: Ratsche; Herstellungsland: China, ECE-Prüfzeichen E1 (Deutschland); Ersatzvisiere: 19,99/24,99/29,99 Euro (klar/getönt/verspiegelt), Pinlock-Scheibe 29,99 Euro
  • Ausstattung: Pinlock-Vorbereitung
  • Geräuschmessung: 91,9 dB(A) (Summenschalldruckpegel)

(+) Befriedigende bis gute Passform, guter Komfort; praxisgerechte Visier-Belüftungsstellung; gute Abdeckung durch Sonnenblende, aerodynamisch relativ neutral (minimaler Impuls beim Seitenblick ab 120 km/h); befriedigende Verarbeitung (ein Punkt Abzug wegen Undichtigkeit); befriedigende Schlagdämpfungs- und Rotationswerte

(-) Mäßige Brillentauglichkeit; Sonnenblendenbedienung fummelig; Visierverriegelung wirksam, aber gewöhnungsbedürftig und schwer erkennbar (Ersthelfer!); hohes Geräuschniveau, u. U. nerviges Pfeifen bereits ab 60 km/h; starker Wassereinbruch nach 25 Sekunden

Urteil: befriedigend

Fazit: Mit unter 100 Euro Einstiegspreis ist das Louis-Hausmarkenmodell ein durchaus faires Angebot. Man bekommt das, wofür man bezahlt – einen ordentlichen Helm, von dem aber Viel- und Allwetterfahrer keine Wunder erwarten dürfen.

Germot GM 811

  • Anbieter: Germot
  • Preis: ab 139,90 Euro (Dekor ab 149,90 Euro); Größen: XS bis XXL; Gewicht: 1600 +/– 50 g/1680 g (Herstellerangabe/L gewogen); Farben: Mattschwarz, Mattschwarz/Silber/Weiß, Mattschwarz/Rot, Weiß/Schwarz/Anthrazit, Mattschwarz/Rot/Weiß
  • Helmschale: ABS/Polycarbonat-Mix; Verschluss: Ratsche; Herstellungs- land: China, ECE-Prüfzeichen E1 (Deutschland); Ersatzvisiere: 24,90 (klar/getönt), 29,90 Euro (verspiegelt), Pinlock-Scheibe 29,95 Euro; Ausstattung: Pinlock-Vorbereitung
  • Geräuschmessung: 86,8 dB(A) (Summenschalldruckpegel)

(+) Ausreichende bis befriedigende Passform, befriedigender Komfort; gute Visier-Belüftungsstellung; gute Abdeckung durch Sonnenblende; befriedigende Verarbeitung (ein Punkt Abzug wegen Undichtigkeit); befriedigende Schlagdämpfungs-/Rotationswerte; leisester (aber noch immer lauter) Integralhelm in diesem Test

(-) Sonnenblendenbedienung fummelig; Oberkopfbelüftung nicht spürbar; Kinnriemenpolster zu kurz; aerodynamisch unbefriedigend (ab 120 km/h deutliche Unruhe beim Seitenblick); mittlerer Wassereinbruch nach 80 Sekunden

Urteil: befriedigend

Fazit: Der GM 811 trifft im Test auf "Verwandtschaft" – GMS und Rocc bieten für zehn Euro mehr sehr, sehr ähnliche Modelle. Alle drei gehen für den Preis völlig in Ordnung – wenn da nicht die noch günstigeren Modelle von FC-Moto und LS2 wären.

Rocc 390

  • Anbieter: Büse
  • Preis: ab 149,95 Euro (Dekor 159,95 Euro); Größen: XS bis XXL; Gewicht: 1600 +/– 50 g/1648 g (Herstellerangabe/L gewogen); Farben: Mattschwarz, Schwarz/Grau, Mattgrau/Neongelb, Mattgrau/Neonrot, Mattgrau/Schwarz, Weiß/Blau/Rot
  • Helmschale: ABS; Verschluss: Ratsche; Herstellungsland: China, ECE-Prüfzeichen E1 (Deutschland); Ersatzvisiere: 32,95/34,95/34,95 Euro (klar/getönt/verspiegelt), Pinlock-Scheibe 24,95 Euro
  • Ausstattung: Pinlock-Vorbereitung
  • Geräuschmessung: 89,8 dB(A) (Summenschalldruckpegel)

(+) Ausreichende bis befriedigende Passform, befriedigender Komfort; gute Visier-Belüftungsstellung; gute Abdeckung durch Sonnenblende; befriedigende Verarbeitung (ein Punkt Abzug wegen Undichtigkeit); befriedigende Schlagdämpfungs- und Rotationswerte, gerade noch unter 90 dB(A)

(-) Sonnenblendenbedienung fummelig; Oberkopfbelüftung nicht spürbar; Kinnriemenpolster zu kurz; aerodynamisch unbefriedigend (ab 120 km/h deutliche Unruhe beim Seitenblick); mittlerer Wassereinbruch nach 157 Sekunden

Urteil: befriedigend

Fazit: Ein typischer Vertreter der White-Label-Fraktion, also in vielen Teilen baugleich mit den Hausmarken-Modellen anderer Anbieter. Was kein Nachteil sein muss, aber im Zweifelsfall neben den gleichen Vorzügen auch die gleichen Schwächen liefert.

GMS Gelero

  • Anbieter: Hostettler
  • Preis: 149,95 Euro; Größen: XS bis XXL; Gewicht: 1600 +/– 50 g/1678 g (Herstellerangabe/L gewogen); Farben: Weiß/Rot/Blau, Weiß/Rot/Grau, Weiß/Blau/Gelb, Weiß/Grün/Grau, Weiß/Grau/Dunkelgrau, Grau/Gelb/Rot, Grau/Blau/Rot, Grau/Mattschwarz
  • Helmschale: Polycarbonat; Verschluss: Ratsche; Herstellungsland: China, ECE-Prüfzeichen E1 (Deutschland); Ersatzvisiere: je 24,95 Euro (klar/getönt/verspiegelt), Pinlock-Scheibe 29,95 Euro
  • Ausstattung: Pinlock-Vorbereitung
  • Geräuschmessung: 87,9 dB(A) (Summenschalldruckpegel)

(+) Ausreichende bis befriedigende Passform, befriedigender Komfort; gute Visier-Belüftungsstellung; gute Abdeckung durch Sonnenblende; befriedigende Verarbeitung (ein Punkt Abzug wegen Undichtigkeit); befriedigende Schlagdämpfungs-/Rotationswerte; im Testumfeld vergleichsweise leise (aber immer noch laut)

(-) Sonnenblendenbedienung fummelig; Oberkopfbelüftung nicht spürbar; Kinnriemenpolster zu kurz; aerodynamisch unbefriedigend (ab 120 km/h deutliche Unruhe beim Seitenblick); mittlerer Wassereinbruch nach 50 Sekunden

Exklusive Inhalte mit MRD+ Saisonstart-Special: Dein erster Monat MRD+ geht auf uns! 4 Wochen kostenlos testen

Urteil: befriedigend

Fazit: Sieht dynamisch aus und ist in flotten Dekoren lieferbar. Schale, Anbauteile und Performance entsprechen denen von Germot GM 811 und Rocc 390. Kleine Unterschiede gibt es bei den Innenausstattungen und auch bei den Messwerten.

Empfehlungen der Redaktion

  • Gravierende Mängel – diese Modelle sind lebensgefährlich
  • Assistenzsysteme: Mercedes glänzt im Nebel – große Schwächen bei anderen Autos
  • "Was tun die ins Benzin?" ADAC bezieht Stellung

In jedem MOTORRAD-Helmtest (neben den sicherheitsrelevanten Labortests) lässt sich nur ansatzweise herausarbeiten, welcher Helm für welches Nutzerprofil geeignet ist. Was diesen Motorradhelm-Test von anderen MOTORRAD-Helmtests unterscheidet: Die vier am Test beteiligten Redakteure mussten sich noch nie so viel über mangelnde Passform, fehlenden Komfort, mäßige Belüftung, massive Bedienungsschwächen und zu hohe Lautstärke beschweren. Und trotzdem fand jeder von ihnen seinen ganz persönlichen Favoriten, mit denen sich durchaus gut leben lässt. Wenn auch nicht unbedingt im Langstrecken- und/oder Highspeed-Betrieb. Weiterhin auffällig und ebenfalls ein Test-Novum: Auch wenn es sich um ganz individuelle Redakteurs-Favoriten handelt, gibt es im Normalfall immer reichlich Überschneidungen und die üblichen Verdächtigen.

  • Andreas Roschko: Top organisierter und extrem zuverlässiger Jungredakteur – und damit u. a. bewährte Helmtest-Orga-Fachkraft. Mag es relativ leicht.Integralhelm-Favorit dieses Tests: Nexo Comfort II.
  • Tobias Beyl: Die Hightech-Kompetenz im Service-Team. Hatte diesmal auch ohne Kommunikationssystem-Overkill viel Spaß am Helmtesten und fand einen relativ knackig sitzenden Favoriten: FC-Moto Hawk Evo-X.
  • Robert Glück: (Enduro-)Testfahrer mit großer Affinität zu Service-Themen. Legt sehr viel Wert auf praxisgerecht zu bedienende Sonnenblenden und ein schnörkelloses Design. Integralhelm-Favorit dieses Tests: Rocc 390.
  • Klaus Herder: Service-Urgestein, auf dem besten Weg vom zynischen Lästermaul zum altersmilden Helm-Versteher, schätzt ausreichend Luft. Integralhelm-Favorit dieses Tests: LS2 FF808 Stream II

Fazit

Alle Kandidaten erfüllen ECE-R 22.06 deutlich, bei der passiven Sicherheit gibt es keine Ausreißer. In der Praxis trennt jedoch die aktive Sicherheit: Beim Motorrad-Integralhelm-Test punkten LS2 FF808 Stream II mit guter Passform und neutraler Aerodynamik sowie FC-Moto Hawk EVO-X mit klarer Ergonomie, beide aber recht laut. Nexo Comfort II ist leicht und dicht, doch akustisch fordernd. MTR S-14 Evo bietet Komfort, leidet jedoch unter Pfeifen und Undichtigkeit; Germot GM 811 und Rocc 390 sind vergleichsweise leise, kämpfen aber mit Aerodynamik und teils Wasser im Helm. Probefahren bleibt Pflicht.  © Motorrad-Online

Motorrad-Online Rückruf BMW K 1600-Modelle mit Rückfahrhilfe: Rückwärtsgang mit Qualm? vor 5 Stunden von Maik Schwarz Motorrad-Online KTM 1390 Super Duke RR: 11 Kilo leichteres RR-Beast als Limited Edition vor 1 Tag von Maik Schwarz Feedback an die Redaktion