Gewusst?
Gewusst? Auch unter Kronen kann sich Karies bilden
Aktualisiert am 15.09.2026, 07:17 Uhr Kurz-Check beim Zahnarzt spart Stress: Kontrollen zeigen früh, ob eine Krone oder Brücke nicht mehr richtig sitzt. © dpa / Christin Klose/dpa-tmn Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Sitzt eine Krone drauf, kann ein Zahn keine Karies mehr bekommen? Schön wär's. Was hinter der sogenannten Sekundärkaries steckt - und wie man sich vor ihr schützen kann.
Frankfurt/Main - Diese eine Krone in Ihrem Mund kommt Ihnen locker vor? Diesen Wackelkandidaten sollten Sie lieber nicht ignorieren, sondern zeitnah damit in die Zahnarztpraxis gehen, um die Krone dort wieder befestigen zu lassen.
Sitzt eine Krone - oder auch eine Brücke - nämlich nicht mehr fest, können Kariesbakterien den Weg zum Zahnstumpf darunter finden und ihn befallen. Davor warnt die Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK).
Sekundärkaries lautet dann die Diagnose. Sie kann nicht nur schmerzhaft werden, sondern auch ziemlich teuer. Im schlechtesten Fall muss der Zahnstumpf gezogen und ein neuer Zahnersatz angefertigt werden.
Empfohlenes VideoDieses Drogerieprodukt hilft gegen Verfärbungen am WC-Sitz
© bitprojectsSekundärkaries wird oft erst spät entdeckt
Übrigens: Nicht nur lockere Kronen können Kariesbakterien die Tür öffnen. Auch der Zahnfleischrand ist kritisch. Denn hier endet die Krone, die Wurzeloberfläche des Zahnes beginnt.
An diesem Übergang kann sich leicht eine Sekundärkaries bilden. Tückisch: Sie kann sich unbemerkt unter der gesamten Krone ausbreiten, wie Prof. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe, warnt. "Wenn sie dann entdeckt wird, ist der Zahn oft nicht mehr zu retten."
Empfehlungen der Redaktion
- Nicht mit Zahnpasta: So reinigen Sie Ihre Zahnschiene richtig
- Leben mit Prosopagnosie: Wenn man nicht mal sein eigenes Gesicht erkennt
- Neue Hoffnung für Hautkrebs-Patienten dank eines "Meilensteins"
Auch hier: Gute Zahnhygiene macht den Unterschied
Immerhin: Das Risiko, eine Sekundärkaries zu entwickeln, lässt sich senken. Worauf es dabei ankommt:
- Kronen genauso gründlich putzen wie "echte" Zähne. Wichtig: dabei eine fluoridhaltige Zahnpasta verwenden.
- Auch die Zahnzwischenräume reinigen, am besten täglich. Dafür eignen sich Zahnseide, Interdentalsticks oder -bürstchen.
- Sinnvoll kann auch die Anwendung von fluoridhaltigen Mundspülungen sein. Im Zweifel: mit Zahnarzt oder Zahnärztin besprechen.
- Regelmäßige Kontrollen in der Zahnarztpraxis wahrnehmen. So fällt frühzeitig auf, sollten Kronen oder Brücken nicht mehr richtig sitzen.
© Deutsche Presse-Agentur
Feedback an die Redaktion