Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

Gericht erlaubt Auswertung von SPD-Unterlagen

Magdeburg

Gericht erlaubt Auswertung von SPD-Unterlagen

Aktualisiert am 29.04.2026, 15:32 Uhr Das Amtsgericht Magdeburg hat durch Beschluss die Beschlagnahmung von sichergestellten Gegenständen und Dateien angeordnet. (Archivbild) © dpa / Christopher Kissmann/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Nach einer Anzeige wegen umstrittener Zulagen dürfen Ermittler SPD-Unterlagen auswerten. Die Landtagsfraktion hält die Sicherstellung für "unverhältnismäßig", sichert aber eine Zusammenarbeit zu.

Magdeburg - Nach einer Durchsuchung von Räumen im Landtag von Sachsen-Anhalt hat das Amtsgericht Magdeburg die Beschlagnahmung von großen Teilen sichergestellter Unterlagen der SPD-Fraktion angeordnet. Diese hätten potenzielle Beweisbedeutung, teilte das Gericht mit. Die Dateien dürfen damit ausgewertet werden. Gegen die Entscheidung kann noch Beschwerde eingelegt werden. Auch bei der CDU-Fraktion hatte das Gericht so entschieden.

Wegen des Verdachts der Untreue hatten Ermittler am 1. Juli vergangenen Jahres die Geschäfts- und Fraktionsräume von CDU, SPD und AfD durchsucht und dabei die Beweismittel gesichert. Vorausgegangen war eine Strafanzeige des Bundes der Steuerzahler Sachsen-Anhalt wegen umstrittener Zulagen für Landtagsabgeordnete. Die CDU-Fraktion hat die Zahlungen inzwischen ausgesetzt, SPD und AfD zahlen sie schon länger nicht mehr.

Laut dem Amtsgericht ermittelt die Staatsanwaltschaft Magdeburg gegen die SPD-Fraktionsvorsitzende und zwei ehemalige Fraktionsgeschäftsführer wegen des Verdachts der Untreue. Es bestehe der Verdacht, dass die Beschuldigten ab April 2020 Zulagen entgegen dem Abgeordnetengesetz an Fraktionsmitglieder gezahlt hätten, hieß es.

Empfehlungen der Redaktion

  • Dobrindt jagt mit KI Kriminelle im Netz
  • Geldtransporter-Fahrer fliegt mit Lügenüberfall auf
  • Polizei hebt illegale Cannabis-Halle in Remscheid aus

Entscheidend sei eine vollständige Aufklärung, erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Falko Grube. "Dafür arbeiten wir mit den Behörden eng zusammen." Die angeforderten Unterlagen habe man bereits damals freiwillig übergeben. "Vor diesem Hintergrund halten wir die Sicherstellung weiterhin für unverhältnismäßig. Ein einfaches Schreiben mit der Bitte um Übermittlung der Nachweise hätte ausgereicht."  © Deutsche Presse-Agentur

Nachrichten aus anderen Regionen Magdeburg/Offenbach April in Sachsen-Anhalt besonders sonnenreich vor 36 Minuten Magdeburg/Harzgerode Bohai-Insolvenz: Schulze sucht Gespräch mit VW-Vorstand vor 1 Stunde Feedback an die Redaktion