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"Free Willy"-Retter sollen eingeflogen werden

Live-Blog Rettungsaktion für Wal

Live-Blog zum Buckelwal: "Free Willy"-Retter sollen eingeflogen werden

Aktualisiert am 23.04.2026, 12:53 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:5 Min. Ein Live-Blog von Tanja Ransom
  • 10:07 Uhr: ➤ "Free Willy"-Retter werden eingeflogen
  • 12:55 Uhr: 110 Meter trennen Wal vom tieferen Wasser
  • 11:30 Uhr: Tierschützer: Möglicher neuer Rettungsplan kann Wal stressen
  • 08:20 Uhr: Neuer Rettungsansatz mit Kran?
  • 07:18 Uhr: Buckelwal sorgt für steigende Nachfrage nach Wal-Büchern
  • 06:40 Uhr: Wal "nicht so aktiv"

Live-Blog zur Walrettung hier aktualisieren

➤ Bericht: "Free Willy"-Retter sollen eingeflogen werden

  • 10:07 Uhr

Die private Rettungsinitiative erhält erneuten Zuwachs. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen drei Personen aus Island eingeflogen werden, um die Maßnahmen vor Ort zu begleiten. Es handle sich dabei um Forschungsleiter Jeffrey Foster, Michael Partica und Tierpflegerin Kyra Wadsworth, so Finanzier der Rettungsaktion Walter Gunz gegenüber Bild. Das Trio arbeitet in der Organisation "The Whale Sanctuary Project". Gunz zufolge handle es sich um Experten für Meeressäuger.

Jeffrey Foster soll etwa an der Auswilderung des Orcas mitgewirkt haben, der durch den Filmklassiker "Free Willy" weltweite Berühmtheit erlangt hatte. (tar)

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Diese Rettungsaktion war für den Wal in der Ostsee geplant

  • Bislang geplant war, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit sollte er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden. Die Pontons sollten dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Die Netzplane, auf der das Tier zwischen Pontons in die Nordsee und in den Atlantik transportiert werden sollte, war nach Behördenangaben bereits im Wasser.
  • Da sich der Wal am Montag freigeschwommen hatte, griff laut Initiatoren der Rettungsaktion "Plan B": Dieser sah vor, dass bereitstehende DLRG-Boote ihn bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten.
  • Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel.
Analyse Rettungsversuche für Wal Experte ordnet ein: So wichtig ist der Wal für Minister Backhaus vor 1 Tag von Marie Illner

Weitere News zur Walrettung vom 23. April:

Tierschützer: 110 Meter trennen Wal vom tieferen Wasser

  • 12:55 Uhr

Das private Einsatzteam zur Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals versucht, dem Tier einen Weg in tieferes Wasser zu ermöglichen. Dazu solle eine 110 Meter lange, zehn Meter breite und rund zwei Meter tiefe Rinne von der derzeitigen Liegeposition des Wals in tieferes Fahrwasser geschaffen werden, sagte der Chef des an der Aktion beteiligten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Dafür sei der Einsatz eines zweiten Baggers vorgesehen. Die Arbeiten würden ungefähr zwei Tagen dauern. Die eigentliche Fahrrinne, die aus der Bucht führt, hat im Durchschnitt eine Tiefe von vier bis fünf Metern.

Der Wal liegt derzeit im Flachwasser in einer Art Becken, das unter dem Tier freigespült wurde. Dadurch konnte der Wal quasi tiefergelegt werden, um ihm das Atmen bei sinkenden Wasserständen in der Kirchsee-Bucht zu erleichtern. Das etwa zwölf Tonnen schwere Tier berühre zwar den Boden, liege aber nicht auf, so Babbel. Aus der Wanne könne der Meeressäuger derzeit aber auch nicht weg. Geplant ist, zunächst die Rinne in tieferes Wasser zu ziehen und dann zum Schluss eine Wand der Wanne einzureißen, damit der Wal herausschwimmen kann.

Umweltminister Till Backhaus sei ein neues Konzept zur Prüfung vorgelegt worden. Details dazu wollte Babbel zunächst nicht nennen. Aus dem Team hatte es zuvor geheißen, dass eine rund 15 Meter breite Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, auf dem Weg aus dem Hamburger Raum zur Wismarbucht sei. Die Anfahrt brauche Zeit, da die Barge nur mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten, etwa neun Kilometern in der Stunde, unterwegs sei und durch den Nord-Ostsee-Kanal müsse. (dpa)

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Tierschützer: Möglicher neuer Rettungsplan kann Wal stressen

  • 11:30 Uhr

Für den Transport des gestrandeten Buckelwals soll jetzt womöglich eine Art Lastkahn zum Einsatz kommen. Tierschützer sehen das kritisch.

Die neuen Pläne zur Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals mit einer Barge - einer Art Lastkahn - halten Tierschützer für nicht zielführend."Das ist aus unserer Sicht nicht als minimalinvasiv einzuschätzen und kann zu Stress für den Wal führen - das halten wir nicht für zielführend", sagte Bianca König, Sprecherin der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC). Da ihr das konkrete Konzept nicht vorliege, könne sie das Prozedere aber nur aus der Ferne und mit Abstand bewerten.

Zu befürchten sei Leid und Stress für das Tier - und gerettet sei er dann nach wie vor nicht. Der Wal sollte in Ruhe gelassen werden, allenfalls palliative Maßnahmen solle es geben. Zudem sollten mit Hilfe von internationalen Experten erneut Möglichkeiten geprüft werden, den Wal von seinem Leid zu erlösen.

Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass der Einsatz einer rund 15 Meter breiten, absenkbaren Barge für den Transport des rund 12 Meter langen Wals im Gespräch ist. Dabei handelt es sich um eine Art nicht selbstfahrenden Lastkahn, der von Schleppern gezogen wird. (dpa)

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Neuer Rettungsansatz mit Kran?

  • 08:20 Uhr

Neuer Tag, neuer Rettungsversuch: Die private Rettungsinitiative hält an ihrem Vorhaben, den feststeckenden Wal vor Poel zu retten fest. Dafür hat sie Medienberichten zufolge am Mittwochabend ein neues Konzept vorgelegt, wie das gelingen soll. Der Plan ist demnach, das Tür mit einem speziellen Kran in Richtung Atlantik zu ziehen. Am Mittwochabend ging man davon aus, dass man mit diesem Rettungsversuch am Donnerstag beginnen könne. Offiziell bestätigt ist das bislang noch nicht. (tar)

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Helfer und Bergungsspezialisten arbeiten direkt am festliegenden Buckelwal vor der Insel Poel und spülen den Meeresboden unter dem Tier weg. © picture alliance/dpa/Jens Büttner

Buckelwal sorgt für steigende Nachfrage nach Wal-Büchern

  • 07:18 Uhr

Seit dem Auftauchen des Buckelwals Anfang März boomt der Verkauf von Büchern rund um das Thema Wal. So ist die Nachfrage im Zeitraum von der ersten Sichtung Anfang März bis zur Strandung in der Wismarer Bucht am 23. März deutlich gestiegen, wie das Marktforschungsunternehmen Media Control sagte.

Wie erklärt sich das? "Ich sehe da eine hohe emotionale Identifikation mit der Thematik. Das ist nicht nur ein Thema, das ich medial verfolge (...), sondern eins, das sich auch in andere Lebensbereiche auswirkt", sagte die Neurowissenschaftlerin Maren Urner. Die Menschen hätten so das Gefühl, sich aktiv einbringen zu können, indem sie sich mit dem Thema auseinandersetzten.

Die Top 3 der verkauften Bücher führt laut Media Control "Die Schnecke und der Buckelwal" von Julia Donaldson und Axel Scheffler an. Dahinter kommen "Wieso? Weshalb? Warum? junior - Tiere im Meer" von Anita van Saan und "Wundervolle Welt. Wasser" von Sam Hume. (dpa/bearbeitet von tar)

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Wal "nicht so aktiv"

  • 06:40 Uhr

Der vor der Ostsee-Insel Poel gestrandete Buckelwal liegt weiter in der Kuhle am Ende der Kirchsee. Die Wasserschutzpolizei hat das Tier in der Nacht rund um die Uhr beobachtet. "Wir waren die ganze Nacht vor Ort. Er war nicht so aktiv", sagte ein Sprecher am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.

Gegen 6.30 Uhr war auf den Livestreams zu erkennen, dass der Meeressäuger sich gelegentlich leicht bewegt und buckelt. Auch sein Atem war aufgrund der kleinen Wasserfontäne regelmäßig zu erkennen.

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Das Rettungskonzept für den Wal soll aktuell erneuert werden. Die private Hilfsinitiative arbeitet Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus zufolge unter Hochdruck an einer Überarbeitung des Plans. Weitere Maßnahmen müssten fachlich fundiert sein, das Verhalten des Tieres berücksichtigen und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden. (dpa/bearbeitet von tar)

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Diese Route könnte den Wal aus der Wismarbucht führen. © dpa/dpa-infografik GmbH

Hier lesen Sie, was zwischen Donnerstag und Mittwoch bei der Walrettung geschah:

  • Tag 1 der Walrettung
  • Tag 2 der Walrettung
  • Tag 3 der Walrettung
  • Tag 4 der Walrettung
  • Tag 5 der Walrettung
  • Tag 6 der Walrettung
  • Tag 7 der Walrettung
Teaserbild: © picture alliance/dpa/Jens Büttner Feedback an die Redaktion