Elektro-Pick-up floppt immer stärker: Musk-Firmen müssen Cybertruck-Absatz ankurbeln
Elektro-Pick-up floppt immer stärker: Musk-Firmen müssen Cybertruck-Absatz ankurbeln
Aktualisiert am 21.04.2026, 17:46 Uhr © Tesla Lesedauer:3 Min. auto motor und sportDieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Der Tesla Cybertruck verliert in den USA weiter an Tempo: Im ersten Quartal 2026 kam er laut Cox Automotive nur noch auf 3.519 Verkäufe. Brisant ist vor allem der Rückblick aufs vierte Quartal 2025: Damals entfielen laut S&P Global Mobility rund 19 Prozent der US-Registrierungen auf Unternehmen aus Elon Musks Umfeld.
Der Tesla Cybertruck ist auf dem US-Markt von einem Hoffnungsträger zum Sorgenkind geworden. Laut den aktuellen Zahlen von Cox Automotive kam Teslas Edelstahl-Pick-up im ersten Quartal 2026 in den USA nur auf 3.519 Verkäufe, wie Electrek mit Bezug auf Cox berichtet. Das reicht zwar noch für eine Platzierung in den Top 10 der meistverkauften Elektroautos – wirkt aber im Tesla-Kosmos wie in der Pick-up-Welt bemerkenswert klein.
Zum Vergleich: Das Model Y bleibt mit 78.591 Verkäufen in Q1/2026 klarer Spitzenreiter, gefolgt vom Model 3 (21.672). Toyotas überarbeiteter Elektro-SUV bZ kommt im selben Zeitraum auf 10.029 Einheiten und belegt damit Rang drei im EV-Ranking (Cox). Auch Hyundai Ioniq 5 (9.790) und Chevy Equinox EV (9.589) liegen vor dem Tesla-Pick-up.
Wichtig dabei: Cox spricht von Verkäufen/Absatz – also einer marktnahen Betrachtung, wie viele Fahrzeuge tatsächlich abgesetzt wurden. Und genau hier wird sichtbar, wie stark der Cybertruck derzeit hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Der Markt schwächelt – aber nicht alle Modelle gleichermaßen
Im selben Cox-Bericht steckt auch die Einordnung zum Gesamtmarkt: In den ersten drei Monaten 2026 wurden in den USA 216.399 Elektrofahrzeuge verkauft, das sind 7,8 Prozent weniger als im Vorquartal. Cox beschreibt ein Umfeld, in dem politische und regulatorische Weichenstellungen Unsicherheit schaffen können – doch diese Rahmenbedingungen gelten für alle Hersteller.
Gerade deshalb fällt der Cybertruck ab: Während der Markt insgesamt nachgibt, wachsen einzelne Marken und Modelle trotzdem deutlich. Cox nennt unter anderem Cadillac, Lexus, Rivian, Lucid und Toyota mit Zuwächsen. Der Cybertruck dagegen bleibt auf einem Niveau, das eher nach Nische als nach Massenprodukt aussieht.
Video: Im Video: Tesla Cybertruck Crashtest
Q4/2025: 19 Prozent der Registrierungen an Musk-Unternehmen
Noch spannender als der schwache Q1-Wert ist der Rückblick: S&P Global Mobility liefert über Registrierungsdaten (also Zulassungen/Registrierungen, nicht Verkäufe) Hinweise darauf, wie Tesla-Chef Elon Musk den Cybertruck in den USA zuletzt in den Markt gedrückt hat. Nach diesen Daten haben die Behörden im vierten Quartal 2025 in den USA 7.071 Cybertrucks registriert.
Davon gingen 1.279 Fahrzeuge an SpaceX – das entspricht 18 Prozent aller Cybertruck-Registrierungen in diesem Quartal. Weitere 60 Fahrzeuge haben die Behörden aus Musks anderen Firmen (xAI, The Boring Company, Neuralink) registriert. Zusammen ergibt das 1.339 Cybertrucks beziehungsweise 19 Prozent aller Registrierungen im vierten Quartal 2025.
Wenn fast jeder fünfte registrierte Cybertruck in einem Quartal an Unternehmen geht, die dem Tesla-Chef zuzurechnen sind, verändert das den Blick auf die Nachfrage – insbesondere, wenn das Modell gleichzeitig erkennbar an Dynamik verliert.
Unterscheidung "Verkäufe" vs. "Registrierungen"
Die beiden Datenquellen messen nicht dasselbe – ihre Zahlen weisen aber in dieselbe Richtung. Cox bildet den Markt über Verkäufe/Absatz ab, S&P über Registrierungen/Zulassungen. Beide Ansätze sind etabliert, beide gelten als seriöse Branchenindikatoren. Und beide zeichnen ein Bild, das den Cybertruck nicht als Boom-Modell zeigt, sondern als Fahrzeug, das auf ein begrenztes Käuferfeld stößt.
Die S&P-Zahlen legen darüber hinaus nahe: Zumindest zeitweise kam ein relevanter Teil der sichtbaren Stückzahlen nicht aus dem klassischen Markt (Privatkunden, unabhängige Flottenbetreiber, Handwerk), sondern aus einem internen Netz potenzieller Großabnehmer. Das ist nicht automatisch "unlauter" – Flottenkäufe sind im Autogeschäft normal. Auffällig ist hier jedoch die Konzentration auf Unternehmen, die mit Elon Musk eng verbunden sind, und die damit eine besondere Signalwirkung entfalten.
Die "Stützkäufe" liefen auch 2026 weiter
Laut derselben S&P-Datengrundlage setzten sich diese internen Abnahmen zumindest zu Jahresbeginn fort: 158 Cybertrucks haben die Verantwortlichen im Januar 2026 auf Musk-Unternehmen registriert, 67 weitere im Februar 2026. Die Q4-Episode war also kein einmaliger Ausreißer.
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Ein möglicher Wendepunkt könnte der Preis sein. Denn die registrierungsbasierten Q4/2025-Zahlen stammen aus einer Phase, in der der Cybertruck in den USA preislich stark im oberen Bereich lag (Electrek verweist hier auf einen Einstieg um 80.000 Dollar in diesem Zeitraum – umgerechnet also zirka 68.000 Euro). Am 19. Februar folgte dann ein neuer Einstieg: Tesla senkte den Preis für die AWD-Basisversion um 20.000 auf 60.000 Dollar (51.000 Euro) – allerdings nur für zehn Tage. Dann ging es wieder hoch auf 70.000 Dollar (60.000 Euro). Der Preis des dreimotorigen Cyberbeast ging dauerhaft um 15.000 auf 100.000 Dollar (85.000 Euro) runter.
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Für die Nachfrageanalyse ist das relevant, weil Q1/2026 nur teilweise in diese neue Preisphase fällt. Damit wird Q2/2026 zur ersten vollständigen "Probe", ob der Cybertruck mit niedrigeren Einstiegspreisen tatsächlich eine breitere Käuferschicht erreicht – oder ob das Modell trotz Preisdruck und zusätzlicher Varianten in seinem Abwärtstrend gefangen bleibt. © auto motor und sport
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