Dramatischer Abstiegskampf endet: Heidenheim und Pauli müssen runter
Dramatischer Abstiegskampf endet: Heidenheim und St. Pauli müssen runter
Aktualisiert am 16.05.2026, 17:41 Uhr Der VfL Wolfsburg rettet sich am letzten Tag in die Relegation. © IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Max Vincen Lesedauer:3 Min.Der 34. Spieltag der Bundesliga hatte es - abgesehen von der bereits entschiedenen Meisterschaft - noch einmal in sich. Vor allem St. Pauli und Wolfsburg liefern sich im Abstiegskampf ein zwischenzeitlich packendes Duell.
Der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli steigen in die 2. Liga ab, der VfL Wolfsburg muss in die Relegation. Wolfsburg konnte die Partie bei St. Pauli am Ende ungefährdet mit 3:1 gewinnen. Heidenheim verlor mit 0:2 gegen den FSV Mainz 05.
Die 20. Saisonniederlage besiegelte das Schicksal des FC St. Pauli, dessen Sieglos-Serie von zehn Spielen am Ende den Klassenerhalt kostete. Am Samstag nutzte das Team von Trainer Alexander Blessin vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion in der ersten Halbzeit wieder einmal beste Chancen nicht.
Für Wolfsburg trafen Konstantinos Koulierakis per Kopf (37.) und Dzenan Pejcinovic (80.), zudem unterlief St. Paulis bis dahin überragenden Keeper Nikola Vasilj ein Eigentor (64.). Die Hoffnung der Gastgeber nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Abdoulie Ceesay (57.) währte nur kurz. In der Schlussphase schoss Wolfsburgs Christian Eriksen einen Handelfmeter (77.) an die Oberkante der Latte.
Wolfsburg kann in der Relegation gegen den Tabellendritten der 2. Liga (21. und 25. Mai) noch auf den Klassenverbleib hoffen. Die SV Elversberg, Hannover 96 oder der SC Paderborn sind die möglichen Gegner.
Heidenheim muss früh Rückstand hinterherlaufen
Währenddessen konnte Heidenheim die Aufholjagd der vergangenen Wochen nicht krönen, weil schon in der Anfangsphase alles gegen die Gastgeber lief.
Phillip Tietz brachte die Rheinhessen, für die es dank einer starken Rückrunde am letzten Spieltag sportlich um nichts mehr ging, in Führung (7. Minute). Nadiem Amiri erhöhte für den Zehnten kurz vor dem Seitenwechsel (43.). Nach dem Schlusspfiff erhielten die Heidenheimer Profis stehende Ovationen von den Fans, die Mainzer Spieler spendeten Trost.
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So lief es in den anderen Stadien
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- Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart: Der VfB Stuttgart hat am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga vom Patzer der Konkurrenz profitiert und die Qualifikation für die Champions League perfekt gemacht. Trotz des 2:2 (2:0) am letzten Spieltag bei Eintracht Frankfurt sicherten die Schwaben im Fernduell mit der TSG Hoffenheim (1:4 bei Borussia Mönchengladbach) den begehrten vierten Tabellenplatz. Die Schwaben kehren nach nur einem Jahr Abstinenz in die Königsklasse zurück.
- Union Berlin - FC Augsburg: Marie-Louise Eta hat ihre Zeit als Bundesliga-Trainerin des 1. FC Union Berlin mit einem souveränen Heimsieg beendet und den großen Traum des FC Augsburg vom Einzug in den Europapokal zerstört. Gefühlt ohne Gegenwehr gewannen die Berliner, die den Klassenverbleib bereits sicher hatten, das letzte Saisonspiel mit 4:0 (2:0).
- Bayer Leverkusen - HSV: Bayer Leverkusen muss nur zwei Jahre nach der sensationellen Meisterschaft unter Xabi Alonso den bitteren Gang in die Europa League antreten. Das Team von Kasper Hjulmand kam am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den Hamburger SV hinaus und beendet die durchwachsene Spielzeit auf Platz sechs.
- Werder Bremen - Borussia Dortmund: Dank Torjäger Serhou Guirassy und Joker Yan Couto hat Borussia Dortmund die Bundesliga-Saison mit einem Sieg abgeschlossen. Der Vizemeister gewann am letzten Spieltag bei Werder Bremen mit 2:0 (0:0), weil Guirassy in der 59. Minute per Kopf traf. In der Nachspielzeit machte der eingewechselte Couto alles klar.
- Mönchengladbach - Hoffenheim: Die TSG 1899 Hoffenheim hat bei Borussia Mönchengladbach eine heftige Klatsche kassiert und die erhoffte Qualifikation für die Champions League verpasst. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer unterlag der Elf vom Niederrhein mit 0:4 (0:2).
(sid/dpa/bearbeitet von ska)
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