Dieses Verhalten sehen Kassierer an der Kasse gar nicht gern
Dieses Verhalten sehen Kassierer an der Kasse gar nicht gern
Aktualisiert am 12.05.2026, 20:39 Uhr Man sollte sich am besten schon vorher überlegen, wie man seinen Einkauf bezahlen möchte. Dann geht es schneller an der Kasse. (Symbolbild) © Getty Images/TommL Lesedauer:2 Min. Von Brigitte BonderOb typischer Kassenbereich oder moderne Selbstbedienungskasse – am Ende jedes Supermarktbesuchs steht das Bezahlen an. Doch gerade hier, wo sich Kundschaft und Personal begegnen, kommt es immer wieder zu unnötigem Stress oder kleinen Konflikten. Wie sich das vermeiden lässt.
Ein paar einfache Verhaltensregeln können dabei helfen, den Ablauf an der Supermarktkasse für alle angenehmer zu gestalten.
Schon vor dem eigentlichen Bezahlvorgang lässt sich einiges richtig machen. Wer seine Zahlungsmittel und gegebenenfalls Kundenkarten oder Punkte-Sammel-Apps direkt bereithält, erleichtert nicht nur sich selbst, sondern auch dem Kassenpersonal die Arbeit. "Man sollte außerdem nicht erst beim Kassieren überlegen, wie man bezahlen möchte", rät der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH). So lassen sich unnötige Wartezeiten vermeiden. Darüber freuen sich sowohl die Angestellten, als auch die Personen in der Warteschlange.
Trinkgeld, Kaffee, Toilette Knigge für Besuche von Handwerkern: So verhalten Sie sich richtig 08. Februar 2026Beim Auflegen der Waren auf das Förderband gilt: Flaschen, insbesondere Glasflaschen, sollten immer hingelegt werden, und zwar am besten in Laufrichtung des Bandes. Das verhindert, dass sie wegrollen oder zu Schaden kommen. "Schwere Artikel kann man im Einkaufswagen belassen", empfiehlt der BVLH. "Dann einfach an der Kasse fragen, ob sie dort gescannt werden können."
Rücksichtnahme in der Warteschlange
Anstellen will gelernt sein – zumindest, wenn es fair zugehen soll. "Platz freihalten für andere ist nicht angebracht", betont der Verband. Und auch wenn es schnell gehen soll: Wer dem Vordermann unangenehm nah aufrückt, erzeugt unnötigen Druck. Der respektvolle Abstand gehört zum guten Benehmen ebenso wie ein freundlicher Umgangston.
Knigge für Hotelgäste Bestimmtes Verhalten im Hotel ist gar nicht gern gesehen vor 18 Tagen von Brigitte BonderBesonders nett wirkt es, wenn man jemanden mit nur wenigen Artikeln vorlässt. "Das ist kein Problem – solange der eigene Kassenvorgang noch nicht begonnen hat", erklärt der BVLH. Ein solches Entgegenkommen kann gerade älteren oder gestressten Menschen den Tag erleichtern.
Aufmerksam sein beim Bezahlen
Wenn es ans Bezahlen geht, zeigt sich, wie gut man vorbereitet ist – oder eben nicht. Wer erst dann beginnt, nach dem Portemonnaie zu kramen, bremst den Ablauf für alle Beteiligten. Kleingeld ist hingegen kein Tabu – "solange das Geld ausreicht". Allerdings gilt: "Wenn das Geld knapp ist, sollte man vorher überlegen, was man sich kaufen kann."
Bezahlen mit Karte oder Handy ist mittlerweile Alltag, technische Störungen aber leider ebenso. Betroffene sollten in jedem Fall Ruhe bewahren. "Für Kassierer ist so eine Situation oft stressiger als für den Kunden – das sollte man nicht vergessen", erklärt der BVLH. Zur Lösung des Problems stehen häufig alternative Zahlungsmethoden oder ein Geldautomat im Markt zur Verfügung.
Small Talk – aber nicht zu lange
Ein kurzer Plausch mit der Kassiererin oder dem Kassierer ist durchaus willkommen, solange sich niemand in der Schlange dadurch ausgebremst fühlt. "Sinnvoll ist gerade so viel Small Talk, dass niemand warten muss", lautet die Empfehlung.
Telefonieren oder das Diktieren von Sprachnachrichten während des Bezahlvorgangs hingegen wird als unhöflich und anstrengend empfunden. Wer gerade an der Reihe ist, sollte seine Aufmerksamkeit dem Bezahlvorgang widmen – aus Respekt gegenüber dem Personal und den anderen Kunden.
Im Restaurant "Hat's geschmeckt?" Knigge-Tipp für eine ehrliche Antwort 20. September 2024 von Antonia FuchsWenn die Kinder zur Nervenprobe werden
Für Eltern mit kleinen Kindern kann der Kassenbereich zur Nervenprobe werden. Reizüberflutung, Langeweile oder die berühmte Quengelware sorgen schnell für Unruhe. Der BVLH rät: "Wenn zwei Elternteile dabei sind, sollte einer mit dem Kind den Kassenbereich verlassen, während der andere bezahlt." Ist man allein unterwegs, hilft meist nur, die Situation möglichst gelassen und zügig zu meistern.
Empfehlungen der Redaktion
- Dieses Verhalten nervt einen Kassierer bei Kunden am meisten
- Knigge-Expertin erklärt, wann Sie wem wie viel Trinkgeld geben sollten
- Kunden kaufen weniger Milka- und Ritter-Sport-Schokolade: Aldi und Co. reagieren
Ältere oder hilfsbedürftige Menschen sollten sich nicht scheuen, im Voraus um Hilfe zu bitten, etwa beim Entladen eines Rollators oder Rollstuhls. "Kassierer rufen bei Bedarf gerne proaktiv eine weitere Kasse, damit kein Stress entsteht", betont der Verband. Freundlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme sind auch hier das A und O.
Verwendete Quelle
- Interview mit dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH)
