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Dieses Laster ist die Ursache für jeden fünften Fall von Erblindung

Ab dem 50. Lebensjahr

Dieses Laster ist die Ursache für jeden fünften Fall von Erblindung

Aktualisiert am 21.04.2026, 23:24 Uhr Rauchen schädigt die feinen Gefäße und Nervenzellen im Auge und erhöht das Risiko für ernsthafte Augenerkrankungen. (Symbolbild) © Getty Images/Nes Lesedauer:2 Min.

Dass Zigaretten Lunge und Herz schaden, ist bekannt. Doch auch für ein weiteres Sinnesorgan stellt der Tabakkonsum ein erhebliches Risiko dar – mit teils drastischen Folgen.

Mit dem Rauchen aufzuhören, lohnt sich – für Geldbeutel, Geschmackssinn und natürlich vor allem für die Gesundheit. Dabei profitieren allerdings nicht nur Lunge, Herz und Gefäße von einem Rauchstopp, sondern auch die Augen. Denn Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gefahren für die Augengesundheit, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr seien demnach auf das Rauchen zurückzuführen.

So beeinträchtigen die zahlreichen giftigen Substanzen des Tabakrauchs die Durchblutung in den feinen Gefäßen des Auges. Zudem fördern sie Entzündungen und schädigen Nervenzellen. Laut der Fachgesellschaft können schon wenige Zigaretten am Tag messbare Schäden verursachen.

Diese Augenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit Rauchen

Viele Augenerkrankungen sind nicht von heute auf morgen da, sondern entwickeln sich schleichend. Rauchen beschleunigt diese Prozesse. Drei Beispiele für Augenerkrankungen, die im Zusammenhang mit Rauchen stehen, sind die Folgenden:

  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Rauchen verdoppelt bis verdreifacht nach Angaben der DOG das Risiko für die Netzhauterkrankung, bei der die Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens verloren geht. Plus: Krankheitsanzeichen treten mitunter Jahre früher auf.

"Einer der wenigen Faktoren, die man bei der AMD im Gegensatz zur Genetik neben der Ernährung selbst beeinflussen kann, ist das Rauchen. Wer ein erbliches Risiko trägt, sollte unbedingt damit aufhören", rät Prof. Teresa Barth von der Universitäts-Augenklinik Regensburg.

Aufhören lohnt sich – immer! Wie Rauchen Sprache und Gedächtnis beeinflusst 16. Oktober 2025 von Sabine Vaas
  • Grüner Star

Rauchen verdoppelt der Fachgesellschaft zufolge das Risiko, einen Grünen Star zu entwickeln. Denn die giftigen Substanzen schaden dem Sehnerv und auch den Strukturen, die den Augendruck regulieren. Unbehandelt führt ein Grüner Star zur Erblindung.

  • Trockene Augen (Sicca-Syndrom)

Rauchen kann auch trockene Augen begünstigen, die sich unter anderem durch Brennen und Jucken bemerkbar machen. Grund: "Rauch reizt die Augenoberfläche und fördert Entzündungsprozesse", erklärt Teresa Barth.

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Hier gibt es Hilfe beim Rauchstopp

Auch wenn man die gesundheitlichen Vorteile klar vor Augen hat: Mit dem Rauchen aufzuhören ist alles andere als leicht. Unterstützung bietet zum Beispiel die Telefonberatung zur Rauchentwöhnung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Es ist kostenlos unter der Telefonnummer 0800 8 31 31 31 erreichbar. (dpa/bearbeitet von ali)

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