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Dieser verbreitete Wirkstoff ist lebensgefährlich für Katzen

Zeckenschutzmittel

Dieser verbreitete Wirkstoff ist lebensgefährlich für Katzen

Aktualisiert am 14.04.2026, 17:32 Uhr Besonders wenn Katzen mit Hunden gemeinsam im selben Haushalt leben, ist Vorsicht geboten. (Symbolbild) © imago images/Pond5 Images/xafrica_imagesx Lesedauer:1 Min.

Ein verbreiteter Wirkstoff in Zeckenschutzmitteln kann für Katzen tödlich sein. Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt eindringlich. Was Katzenhalter jetzt wissen müssen.

Permethrin steckt in vielen Zecken- und Insektenschutzmitteln. Für Hunde ist er in der Regel völlig unbedenklich, für Katzen kann der Wirkstoff hingegen eine potenziell tödliche Vergiftung mit sich bringen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt Katzenhalterinnen und -halter deshalb ausdrücklich vor dem Stoff.

Darum ist Permethrin für Katzen gefährlich

"Katzen fehlt in der Leber das Enzym Glucuronyltransferase, um den Wirkstoff Permethrin im Körper abbauen zu können", erklärt BVL-Präsidentin Gaby-Fleur Böl in einer Mitteilung. Der Wirkstoff reichert sich dadurch im Körper an – mit fatalen Folgen.

Besondere Vorsicht gilt in Haushalten, in denen Hunde und Katzen gemeinsam leben: Schon durch Zusammenliegen oder gegenseitiges Ablecken kann ein behandelter Hund die Katze versehentlich vergiften. Auch permethrinhaltige Imprägniermittel für Kleidung und Textilien können zur Gefahr werden. Für Katzen stehen Zeckenschutzmittel ohne Permethrin zur Verfügung. Im Zweifel immer die Tierärztin oder den Tierarzt befragen.

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Bei einer Permethrinvergiftung zeigen Katzen typischerweise Krämpfe, Lähmungserscheinungen, erhöhten Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Atembeschwerden. Tückisch: Die Symptome können je nach Art der Aufnahme erst bis zu 72 Stunden nach dem Kontakt auftreten.

Wann muss man zum Tierarzt?

Wurde versehentlich ein permethrinhaltiges Mittel bei einer Katze angewendet, sollte die Substanz sofort mit lauwarmem Wasser und einem milden Shampoo abgewaschen werden. Wichtig dabei: Das Wasser darf nicht zu heiß sein, da Wärme die Aufnahme des Gifts beschleunigt.

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Anschließend muss das Tier umgehend in eine Tierarztpraxis – am besten mit der Produktverpackung oder Packungsbeilage. Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Überlebenschancen. (sv)

Verwendete Quellen

  • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Sicherer Zeckenschutz für Katzen als unsere Haustiere
  • Öko-Test: Zecken- und Insektenschutz: Dieser Wirkstoff ist gefährlich für Katzen
  • katzen-leben.de: Vergiftung mit Permethrin

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