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Die besten Anbieter für Carsharing: Deuschlandweit

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Die besten Anbieter für Carsharing: Deuschlandweit

Aktualisiert am 16.04.2026, 10:00 Uhr © Foto: CC0 / Pixabay / Pignatta Lesedauer:8 Min. UTOPIA

Dieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Über fünf Millionen Menschen in Deutschland nutzen Carsharing. Wir stellen Anbieter wie Free2move, Flinkster, und Stadtmobil vor und erklären die wichtigsten Unterschiede – etwa zwischen privatem und klassischem Carsharing oder stationsbasierten und Free-Floating-Modellen.

Carsharing gilt längst als ein großer Hebel zur Verkehrswende und ist in Deutschland beliebter als je zuvor. Gleichzeitig hat sich der Markt in den letzten Jahren stark verändert: Anbieter wurden übernommen, Modelle weiterentwickelt und Nachhaltigkeit spielt eine größere Rolle. Zudem dominieren inzwischen wenige große Anbieter, während andere bekannte Namen verschwunden sind oder integriert wurden.

Wir zeigen dir, welche Carsharing-Anbieter in Deutschland 2026 wirklich relevant sind und worauf du beim Carsharing achten solltest.

Carsharing in Deutschland: Was hat sich geändert?

Carsharing wächst: Die Carsharing-Statistik für 2026 verzeichnete Anfang des Jahres über 43.000 Fahrzeuge von knapp 300 Anbietern. Dabei schrumpfen Free-Floating-Angebote (also Fahrzeuge ohne feste Stationen) leicht und das stationsbasierte Carsharing in Deutschland wächst.

Laut der Statistik gibt es inzwischen sowohl Free-Floating- wie auch Kombinationssysteme in circa 1.500 Städten und Gemeinden. Marktführer im Free-Floating-Bereich ist derzeit das Unternehmen MILES, bei stationsbasierten und kombinierten Systemen liegt Stadtmobil vorn.

Ein weiterer Trend geht zur Elektromobilität: Mehrals 20 Prozent der Fahrzeuge sind Elektroautos, Tendenz steigend.

Welche Carsharing-Modelle gibt es?

Beim Carsharing in Deutschland hast du die Wahl: Willst du spontan losfahren oder planst du lieber im Voraus? Je nach Situation gibt es unterschiedliche Modelle, die mal mehr Flexibilität, mal mehr Planungssicherheit bieten:

  • Free-Floating: Du findest dein Auto per App und kannst es nach der Nutzung irgendwo im Geschäftsgebiet abstellen. Dieses Modell ist gut geeignet für spontane Fahrten.
  • Stationsbasiert: Bei diesem Modell gibt es feste Stationen für den Start und auch für die Rückgabe am gleichen Ort. Eine gute Lösung also, wenn du vorab planen möchtest.
  • Kombimodelle: Eine Mischung aus beiden Systemen, die je nach Anbieter immer noch flexibel funktionieren kann.
  • Peer-to-Peer: Bei diesem Modell mietest du ein privates Auto über eine Plattform. Das ist meist mit etwas Planung verbunden.

Carsharing: Pro & Contra

Pro:

  • Carsharing spart Geld, weil die Anschaffungs- und Fixkosten (Stellplatz, Versicherung, Steuer, Reparaturen u.v.a.) rechnerisch auf alle Nutzer:innen umgelegt werden. Besonders attraktiv sind private und gemeinwohlorientierte Carsharing-Anbieter (siehe unten), die nicht darauf ausgelegt sind, Gewinn zu machen.
  • Ein inzwischen starkes Netz von unterschiedlichen Anbietern garantiert theoretisch, dass immer ein Auto verfügbar ist, auch verschiedene Modelle.
  • Und natürlich ist Carsharing auch nachhaltig: Je nach Schätzung ersetzt ein geteilter, stationsbasierter Wagen vier bis sechzehn privat genutzte Autos. Das schafft zudem öffentliche Fläche, die allen zur Verfügung steht und zum Beispiel begrünt werden kann.

Contra:

  • Als oberste Hemmschwelle beim Carsharing gilt die Angst, dass gerade kein Auto da ist, wenn man es mal dringend braucht. Das ist eine Sorge, die natürlich kein Anbieter vollständig aus der Welt schaffen kann.
  • Die Nutzung erscheint zunächst aufwendiger und komplizierter als gewohnt, die Anmeldung ist oft kostenpflichtig.
  • Wer das Auto zum Pendeln benötigt, kann einen geteilten Pkw schlecht in seinen Alltag einbinden.
  • Nicht jeder fährt gerne mit einem fremden Wagen.
  • Gerade auf dem Land sind Carsharing-Angebote in Deutschland noch nicht flächendeckend vorhanden.

MILES: Markführung im Free-Floating

MILES ist momentan der größte Free-Floating-Anbieter und erfreut sich vor allem in Großstädten stetiger Beliebtheit. Vor kurzem erweiterte das Carsharing-Unternehmen seine Flotte um 2.500 Fahrzeuge der Marke Opel mit einer Hybridmotorisierung.

Der Dienst setzt stärker auf Kilometerpreise statt auf Minutenpreise, was nicht nur Kurzfahrten durch die City attraktiv macht, sondern auch längere Fahrten oft günstiger ausfallen lässt und kein "Kosten-Ticken" im Stau verursacht. Die Preise starten bei etwa 0,79 € pro Kilometer, hinzu kommt eine kleine Unlock-Gebühr pro Fahrt. Für längere Nutzungen gibt es zusätzlich Stunden- und Tagestarife, zum Beispiel ab 34,99 € für drei Stunden oder rund 49,99 € pro Tag mit inkludierten Kilometern. Kraftstoff, Parken im Geschäftsgebiet und Versicherung sind dabei bereits enthalten, sodass du dich um keine Nebenkosten kümmern musst.

MILES setzt inzwischen auf eine breite Flotte, besitzt also neben Kleinwagen auch Transporter. So kann das Unternehmen unterschiedliche Bedürfnisse der Kund:innen besser bedienen.

Cambio/teilAuto: Ausgezeichnet mit dem blauen Engel

Cambio und teilAuto stehen beide für stationsbasiertes Carsharing und sind vor allem dann sinnvoll, wenn du deine Fahrten im Voraus planst. Während Cambio besonders in Norddeutschland stark vertreten ist, liegt der Fokus von teilAuto auf Mittel- und Ostdeutschland, etwa in Städten wie Leipzig, Dresden oder Halle.

Bei beiden Anbietern buchst du Fahrzeuge an festen Stationen und zahlst je nach Tarif sowie nach Zeit und gefahrenen Kilometern, wobei Kraftstoff bereits inklusive ist. Du kannst zwischen Tarifen ohne Grundgebühr für gelegentliche Nutzung und günstigeren Optionen für Vielfahrende wählen (teilAuto: 30 Euro im Monat), die sich monatlich anpassen lassen. Insgesamt ist dieses Modell weniger spontan als Free-Floating, dafür aber gut planbar, transparent und bei regelmäßiger Nutzung oft günstiger.

Bei Cambio zahlst du je nach Tarif und Fahrzeugklasse etwa 1,40 bis 2,10 € pro Stunde und rund 0,25–0,27 € pro Kilometer (inkl. Sprit); die Preise sinken bei längeren Strecken.

Umweltsiegel blauer Engel

Besonders nachhaltige Angebote tragen das Umweltsiegel "Blauer Engel" (DE-UZ 100). Dafür müssen die eingesetzten Fahrzeuge strenge Kriterien erfüllen: niedrige Emissionen von Schadstoffen wie Stickoxiden und Feinstaub, ein CO₂-Ausstoß, der niedriger ist als bei mindestens der Hälfte vergleichbarer Modelle, sowie ein wachsender Anteil an Elektroautos, die mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen werden.

Zusätzlich setzen die ausgezeichneten Flotten vor allem auf kleinere und mittelgroße Fahrzeuge, um Energie und Ressourcen möglichst effizient zu nutzen.

Free2move: Der Nachfolger von Share Now

Der frühere Marktführer Share Now gehört nun zur Marke Free2move. Free2move bietet klassisches Free-Floating-Carsharing in vielen Großstädten an und ist heute einer der wichtigsten Anbieter neben MILES.

Während MILES sich auf das klassische Carsharing fokussiert, strebt Free2move eine "All-In-One"-Mobilität an, die neben Carsharing wie das Free-Floating auch klassische Miete und Auto-Abos umfasst. Während du bei Carsharing das Auto nur kurzfristig nutzt, bezahlst du bei einem Auto-Abo eine monatliche Rate, die unter anderem Versicherung, Wartung und Steuern abdeckt, ohne das Auto klassisch zu leasen oder zu kaufen.

Seit Ende des Jahres 2025 bietet Free2move in ausgewählten deutschen Städten (etwa Berlin, Köln und Düsseldorf) auch Van-Sharing für die an, die ein größeres Auto benötigen.

Free2move setzt auf ein flexibles, nutzungsabhängiges Preismodell: Du kannst je nach Bedarf zwischen Minuten-, Stunden- oder Tagestarifen wählen, die du direkt in der App auswählst. Die Preise starten aktuell bei etwa 0,19–0,25 € pro Minute, rund 7–9 € pro Stunde oder ca. 30–35 € pro Tag, je nach Fahrzeug und Stadt. In vielen Tarifen sind bereits Leistungen wie Kraftstoff bzw. Strom, Parken im Geschäftsgebiet, Versicherung und Wartung enthalten, sodass du dich um nichts kümmern musst.

Zusätzlich gibt es bei Tagesbuchungen meist ein Freikilometer-Kontingent (zum Beispiel 60 km). Danach wird pro Kilometer weiter abgerechnet.

Stadtmobil: Stationsbasiertes Carsharing mit großem Netzwerk

Stadtmobil gehört zu den größten stationsbasierten Carsharing-Anbietern in Deutschland und ist in vielen Städten und Regionen vertreten, etwa im Rhein-Ruhr-, Rhein-Main- oder Stuttgarter Raum.

Was viele nicht wissen: Stadtmobil ist kein einzelnes Unternehmen, sondern ein Zusammenschluss mehrerer regionaler Anbieter, die zusammenarbeiten. Für dich bedeutet das ganz praktisch, dass du auf ein ziemlich großes gemeinsames Netzwerk zugreifen kannst, auch über deine eigene Stadt hinaus. Das Konzept setzt auf geteilte Nutzung, meist kleinere Fahrzeuge und zunehmend Elektroautos, wodurch Ressourcen geschont und Emissionen reduziert werden. Zwar kannst du bei Stadtmobil ebenfalls 9-Sitzer und Transporter mieten, die Marke ist aber eher auf Kleinwagen für kurze Stadtfahrten ausgelegt.

Die Preise setzen sich aus Zeit- und Kilometerkosten zusammen und liegen aktuell je nach Tarif und Fahrzeugklasse meist bei etwa 2,00 bis 3,50 Euro pro Stunde und rund 0,28 bis 0,44 Euro pro Kilometer, inklusive Kraftstoff. Dazu kommen je nach Modell Tarife mit oder ohne monatliche Grundgebühr, sodass sich das Angebot flexibel an unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten anpassen lässt.

Ausgewählte regionale Anbieter sind mit dem Siegel "Blauer Engel" ausgezeichnet.

Sixt share: Flexibel und vielfältig, aber auf wenige Städte beschränkt

Sixt share setzt – ähnlich wie andere Free-Floating-Anbieter – auf maximale Flexibilität im Alltag, ist aber bisher auf wenige große Städte beschränkt. Aktuell kannst du den Dienst vor allem in Berlin, Hamburg und München nutzen.

Sein eigentliches Alleinstellungsmerkmal spielt Sixt share über die eigene App aus: Hier laufen verschiedene Mobilitätsangebote zusammen, vom klassischen Mietwagen über Carsharing bis hin zu Ride-Hailing-Diensten wie Taxi oder Chauffeurservice. Damit positioniert sich Sixt weniger als reiner Carsharing-Anbieter, sondern eher als Plattform für unterschiedliche Wege von A nach B.

Du zahlst aktuell ab etwa 0,09 € pro Minute, zuzüglich einer Unlock-Gebühr von rund 0,95 € pro Fahrt. Für längere Strecken kannst du alternativ Stunden- oder Tagespakete wählen, etwa ab 19,99 € pro Tag, wobei im Minutentarif meist bereits bis zu 200 Kilometer inkludiert sind und zusätzliche Kilometer extra berechnet werden. Kraftstoff bzw. Strom, Parken im Geschäftsgebiet und Versicherung sind in der Regel enthalten, die Preise können je nach Stadt, Fahrzeug und Auslastung variieren.

Flinkster: Das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn

Flinkster, das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn, funktioniert nach einem einfachen Baukastenprinzip aus Zeit- und Kilometerpreis.

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Für einen Kleinwagen zahlst du aktuell etwa 5,90 Euro pro Stunde oder 59 Euro pro Tag, in der Kompaktklasse rund 6,90 Euro pro Stunde bzw. 69 Euro pro Tag, jeweils zuzüglich etwa 0,34 Euro pro gefahrenem Kilometer und einer Buchungsgebühr von 1,90 Euro pro Fahrt. Kraftstoff ist dabei bereits inklusive, eine Kaution fällt nicht an.

Praktisch: Es gilt automatisch der günstigste Zeitpreis, etwa wenn sich statt einzelner Stunden ein Tagespreis lohnt.

Carsharing: Private Anbieter (P2P)

Privates Carsharing, auch Peer-to-Peer-Carsharing genannt, funktioniert etwas anders als klassische Anbieter: Hier vermieten Privatpersonen ihr eigenes Auto über Online-Plattformen an andere. Für Vermieter:innen kann sich das lohnen, weil sie einen Teil der laufenden Kosten decken, während Mieter:innen flexibel ein Auto nutzen können und meist nur für Nutzung, Sprit und ggf. Parkgebühren zahlen.

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Das Teilen kann im kleinen Kreis stattfinden, wird aber häufig über Plattformen organisiert, die Buchung, Versicherung und Abrechnung übernehmen. Zu den bekanntesten Unternehmen gehören:

  • Getaround: Bei Getaround mietest du Autos von Privatpersonen stunden- oder tageweise direkt per App, inklusive Versicherung und oft mit digitalem Zugang ohne Schlüsselübergabe. Preise starten laut Plattform ab etwa 15 € pro Tag bzw. ca. 16 € pro Stunde, je nach Fahrzeug und Standort; meist sind Freikilometer (z. B. bis zu 200 km/Tag) enthalten, zusätzliche Kilometer kosten extra.
  • SnappCar: SnappCar vermittelt private Autos in deiner Nachbarschaft und kümmert sich um Versicherung und Buchung, während die Preise von den Fahrzeughalter:innen selbst festgelegt werden. Typisch ist ein flexibler Tagespreis (zum Beispiel um 50 €), von dem die Plattform eine Service- und Versicherungsgebühr (zusammen ca. 20 Prozent) einbehält.
  • Turo: Turo ist eine internationale Plattform für privates Carsharing mit großer Fahrzeugauswahl, bei der ebenfalls die Vermieter:innen die Preise bestimmen. Die Kosten variieren daher stark je nach Auto, Dauer und Ort; laut Anbieter kannst du aus hunderten Modellen wählen und zahlst je nach Angebot einen individuell festgelegten Mietpreis.
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