Das kann teuer werden : Studie zeigt: Warum so viele Radler bei Schäden leer ausgehen
Das kann teuer werden : Studie zeigt: Warum so viele Radler bei Schäden leer ausgehen
Aktualisiert am 19.04.2026, 08:35 Uhr © Felix Hartas / Linexo Lesedauer:2 Min. Bike-XDieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Reifen platt, Schaltung kaputt, Kette abgenutzt: Eine neue Studie zeigt, dass 90 Prozent der Verschleißschäden an Fahrrädern nicht an Versicherungen gemeldet werden – somit bleiben die Radler auf den Kosten sitzen. Dabei geht’s auch anders.
Eine aktuelle Studie des Versicherers und Leasinganbieters Linexo zeigt deutlichen Nachholbedarf beim Schutz von Fahrrädern und E-Bikes. Für die Untersuchung wurden rund 6.000 Besitzer befragt – mit einem klaren Ergebnis: Die häufigsten Schäden sind alltäglich, aber oft nicht ausreichend abgesichert.
Verschleiß ist der häufigste Schaden – aber wird oft nicht gemeldet
Mehr als 56 Prozent der Fahrradschäden und rund 37 Prozent der E-Bike-Schäden gehen auf Verschleiß zurück. Betroffen sind vor allem klassische Bauteile wie Reifen, Bremsen, Kette und Zahnräder.
Damit dominiert ein Schadensbild, das viele Radfahrer im Alltag regelmäßig betrifft – und dennoch häufig nicht vollständig versichert ist. Denn je nach Tarif gelten Abnutzung und Materialermüdung nicht immer als klassische Versicherungsfälle oder sind nur eingeschränkt abgedeckt.
Zudem spielen laut Studie auch mangelnde Pflege und fehlende Wartung eine Rolle, die das Risiko zusätzlich erhöhen.
Viele Schäden entstehen durch kleine Alltagspannen
Neben Verschleiß gehören auch selbst verursachte Schäden zu den häufigsten Problemen – etwa umgestürzte Räder, Kratzer oder Reifenpannen. Versicherer sprechen hier oft von unsachgemäßer Handhabung.
Ein weiteres Problem: Auch Diebstahl – einer der teuersten Einzelschäden – ist zwar seltener (17 Prozent bei Fahrrädern, 19,8 Prozent bei E-Bikes), aber in vielen Standardabsicherungen nicht umfassend außerhalb der eigenen vier Wände gedeckt.
Viele Fahrräder sind gar nicht richtig versichert
Besonders deutlich wird die Versicherungslücke bei der grundsätzlichen Absicherung: 46,4 Prozent der Fahrräder sind ohne Versicherungsschutz unterwegs, 27,1 Prozent der E-Bikes ebenfalls.
Statt einer speziellen Fahrradversicherung setzen rund 40 Prozent der Befragten auf ihre Hausratversicherung. Diese greift jedoch häufig nur eingeschränkt, etwa bei Einbruchdiebstahl – nicht aber bei vielen Alltagsschäden oder unterwegs entstandenen Schäden. Das führt dazu, dass viele Radfahrer im Ernstfall weniger abgesichert sind.
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Ein weiterer überraschender Befund: Ein großer Teil der Schäden wird gar nicht erst gemeldet. Über 90 Prozent der Verschleißschäden bei Fahrrädern und rund 75 Prozent bei E-Bikes tauchen nicht in Versicherungsfällen auf.
Dabei zeigt die Studie auch: Versicherer leisten in den gemeldeten Fällen häufig zuverlässig. Rund 70 Prozent der Schäden werden vollständig reguliert, etwa ein Viertel zumindest teilweise. Ablehnungen sind demnach vergleichsweise selten.
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Fazit: Viele Räder könnten besser versichert sein
Die Studie zeigt deutlich: Das größte Risiko für Radfahrer ist nicht zwingend der spektakuläre Unfall oder Diebstahl, sondern die Vielzahl kleiner, alltäglicher Schäden – genau diese sind aber oft nicht ausreichend versichert. Die ganze Studie gibt's hier zum Nachlesen.
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