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Darf der Papst politisch sein? So denken die Deutschen

Nach Trump-Attacken

Darf der Papst politisch sein? So denken die Deutschen

Aktualisiert am 15.05.2026, 10:18 Uhr Die US-Regierung unter Donald Trump und dem US-Vizepräsident JD Vance hat den Pontifex zuletzt wiederholt kritisiert. (Archivbild) © picture alliance / abaca/ABACA Lesedauer:1 Min.

Soll sich das Oberhaupt der katholischen Kirche zu Krieg, Frieden und anderen brisanten Fragen äußern? Eine neue Erhebung zeigt ein klares Stimmungsbild.

Mehr als die Hälfte der Bürger befürwortet es, dass sich Papst Leo XIV. politisch äußert. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur hervor. Unterschiede gibt es aber bei der Frage, zu welchen Themen er Position beziehen soll.

Demnach finden es 46 Prozent der Befragten richtig, dass der Papst grundsätzlich Stellung nimmt zu Themen politischer Relevanz. Weitere 25 Prozent der Befragten gaben an, der Papst solle sich nur zu ausgewählten Fragen politischer Relevanz äußern, also etwa zu Krieg und Frieden.

17 Prozent sind der Meinung, der Papst solle grundsätzlich nicht zu politisch relevanten Themen sprechen. 12 Prozent hatten keine Meinung zu dem Thema. YouGov hat zwischen dem 8. und dem 11. Mai 2.179 Menschen online befragt.

Wie politisch ist der Papst? "Wenn es gefordert ist, wird er das machen"  vor 9 Tagen von Thomas Fritz

Streit zwischen Trump und dem Papst

Leo hatte in den vergangenen Wochen den Unmut von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen, nachdem er mehrfach Krieg kritisiert und zum Frieden aufgerufen hatte. Trump zeigte sich wütend und griff Leo auf seiner Plattform Truth Social in mehreren Beiträgen wegen dessen Äußerungen verbal an.

Auch auf dem Katholikentag, der derzeit in Würzburg läuft, wird um das Verhältnis zwischen Politik und Kirche gerungen. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), hatte zur Eröffnung des Katholikentags erklärt, es sei Auftrag von Christinnen und Christen, "nicht hinter Kirchentüren zu verschwinden".

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Das Leitwort des Treffens – "Hab Mut, steh auf!" – bedeute: "Wir müssen uns einmischen." Eine Kirche, die sich zur Menschenwürde und zur Solidarität bekenne, sei eine politische Kirche. (dpa/bearbeitet von lla)

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