Busse und Bahnen fahren Montag und Dienstag nicht
Busse und Bahnen fahren Montag und Dienstag nicht
Aktualisiert am 14.04.2026, 13:31 Uhr Viele Stadtbahnen werden wegen des Warnstreiks in Niedersachsen voraussichtlich nicht fahren. (Archivbild) © dpa / Moritz Frankenberg/dpa Lesedauer:2 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Im Nahverkehr kommt es zu massiven Einschränkungen. Verdi hat im festgefahrenen Tarifkonflikt mit den kommunalen Arbeitgebern zu Warnstreiks aufgerufen – betroffen sind mehrere Städte.
Hannover - Am Montag und Dienstag sollen Busse und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen wegen eines Warnstreiks weitgehend stillstehen. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi im festgefahrenen Tarifkonflikt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) aufgerufen, nachdem auch die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben ist.
Erstmals in der laufenden Tarifrunde kommt es damit auch in Niedersachsen zu Arbeitsniederlegungen. Betroffen sind unter anderem Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg und Osnabrück. Hannover trifft der Ausstand damit pünktlich zum Start der Hannover Messe, die am Montag beginnt. Der Warnstreik geht laut Verdi jeweils den ganzen Tag.
Konkret gilt der Aufruf von Verdi für folgende Betriebe:
- Üstra Hannover
- BSVG Braunschweig
- GÖVB Göttingen
- SWO Mobil Osnabrück
- WVG Wolfsburg
- Delbus Delmenhorst
- Stadtbus Goslar
- Stadtverkehr Hildesheim
- Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn
Am Dienstag sollen sich laut Verdi zudem auch die Beschäftigten von Regiobus Hannover am Ausstand beteiligen. Dann sei in Hannover auch eine Demonstration vom Betriebshof Glocksee zum Platz der Menschenrechte geplant mit Abschlusskundgebung ab 12.00 Uhr. Nicht vom Ausstand betroffen ist dagegen die S-Bahn Hannover.
Nach dem Ende der Friedenspflicht im März und einer ergebnislosen dritten Verhandlungsrunde mit dem KAV verschärft sich damit der Tarifkonflikt. Gewerkschaft und Arbeitgeber waren am Montag in Hannover zu ihrer dritten Runde zusammengekommen. Laut Verdi hatten sie bis in den Abend hinein um einen Abschluss gerungen - am Ende ohne Ergebnis. Die nächste Runde wurde für den 11. Mai angesetzt.
Die Gewerkschaft habe "lange und intensiv versucht", am Verhandlungstisch zu einem Ergebnis zu kommen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marian Drews. "Durch die anhaltende Blockadehaltung der Arbeitgeber beim Thema Reduzierung der Wochenarbeitszeit sehen wir uns allerdings jetzt gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen."
Friedenspflicht lief in Niedersachsen länger
In anderen Bundesländern war es bereits seit Anfang Februar mehrfach zu Warnstreiks gekommen, darunter auch in Bremen. Niedersachsen war bisher als einziges Bundesland ohne Arbeitskampf geblieben. Grund war die sogenannte Friedenspflicht, die für die rund 5.000 Beschäftigten im niedersächsischen kommunalen Nahverkehr noch bis Ende März galt.
Laut Verdi war die Kündigung des Tarifvertrags den Arbeitgebern in Niedersachsen zu spät zugestellt worden. Deshalb lief der Vertrag hier drei Monate länger als in den anderen Ländern - und damit auch die Friedenspflicht, in der nicht gestreikt werden durfte.
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Die Tarifverhandlungen für die rund zehn kommunalen Verkehrsunternehmen im Land laufen seit Mitte Februar. Verdi fordert Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen, darunter Entlastungen bei Wochenarbeitszeit und Schichtdiensten sowie mehr Urlaubstage und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für finanziell nicht darstellbar. © Deutsche Presse-Agentur
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