Bundesregierung legt Aktionsplan für maritime Wirtschaft vor
Bundesregierung legt Aktionsplan für maritime Wirtschaft vor
Aktualisiert am 29.04.2026, 15:47 Uhr Die Bundesregierung geht mit einem Aktionsplan in die 14. Nationale Maritime Konferenz in Emden. (Archivbild) © dpa / Sina Schuldt/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Von Windkraft bis Werften: Wie die Bundesregierung mit 15 Punkten den Schiffbau, Forschungsschiffe und die Sicherheit auf Nord- und Ostsee stärken will.
Emden - Zur Stützung der maritimen Wirtschaft in Deutschland hat die Bundesregierung einen Aktionsplan vorgelegt. Deutschland sei als Handelsnation auf sichere Seewege, leistungsfähige Häfen und Werften angewiesen, heißt es in dem 15 Punkte umfassenden Papier, das zum Start der 14. Maritimen Konferenz in Emden vorgelegt wurde.
Neben Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Schiffbaus geht es in dem Aktionsplan auch um sicherheits- und energiepolitische Themen. Wertschöpfungsketten in Deutschland und Europa müssten erhalten bleiben. Allein in Deutschland seien einer Studie zufolge rund 400.000 Beschäftigte mit der maritimen Wirtschaft verbunden.
Wettbewerbsfähigkeit gegen asiatische Konkurrenz stärken
So müsse die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Schiffbauer gegen große Unternehmen aus Asien gestärkt werden. Diese hätten sich zuletzt oft mit staatlicher Unterstützung immer mehr Marktanteile gesichert. "Europa muss sich dem als starker und geeinter Wirtschaftsraum entgegenstellen", heißt es in dem Papier.
Aus sicherheitspolitischer Sicht müssten Windkraftanlagen auf See und die maritime Infrastruktur gegen feindliche Attacken geschützt werden. Die deutschen Häfen seien auch im Verteidigungsfall entscheidende Teile der deutschen Infrastruktur und müssten entsprechend ertüchtigt werden.
Strategische Relevanz von Behördenschiffbau
Besonders erwähnt wird der Bau von Schiffen für Behörden und Forschungseinrichtungen. Diese spielten bereits eine wichtige Rolle im deutschen Schiffbau. Dieser Sektor müsse mit staatlichen Bauaufträgen gestützt werden, damit Know-how in Deutschland erhalten bleibe. Auch dieser Bereich sei sicherheitsstrategisch relevant, hieß es.
Die Nationale Maritime Konferenz (NMK) ist das Spitzentreffen der Branche unter Leitung der Bundesregierung. Rund 800 Gäste von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften, Behörden und der Politik nehmen daran teil – darunter Bundesminister, Ministerpräsidenten und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
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Wichtige Impulse erwartet
Die maritime Branche, also der Schiffbau, Reedereien, Betriebe für Meeres- und Offshore-Technik und Hafenbetreiber, erwarten von der Konferenz wichtige Impulse, wie der Wirtschaftszweig und die deutschen Seehäfen weiterentwickelt werden sollen – auch vor dem Hintergrund einer verschärften Sicherheitslage in Nord- und Ostsee. © Deutsche Presse-Agentur
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