Borretsch: So baust du das Gurkenkraut selbst an
Borretsch: So baust du das Gurkenkraut selbst an
Aktualisiert am 14.04.2026, 10:15 Uhr © Foto: CC0 / Pixabay / Maluba Lesedauer:3 Min. UTOPIADieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Borretsch wird von Kräuterliebhabern sehr geschätzt, ist aber dennoch recht unbekannt. Dabei kannst du das Kraut selber anbauen. Auch in der Küche ist Borretsch vielseitig anwendbar.
Borretsch ist eine einjährige krautige Pflanze und gehört zur Familie der Raublattgewächse. Je nach Wachstumsbedingungen erreicht die Pflanze eine Höhe von 50 bis 90 Zentimetern. Da Borretsch geschmacklich an Gurken erinnert, wird die Pflanze auch Gurkenkraut genannt.
Ursprünglich stammt Borretsch aus dem Mittelmeerraum. Im Mittelalter wurde das Kraut nach Zentraleuropa gebracht und überwiegend in Klostergärten angebaut. Borretsch wurde als Heilpflanze geschätzt und bei verschiedenen Beschwerden angewandt. Neben den haarigen Blättern kannst du Borretsch an seinen kleinen violetten bis strahlend blauen Blüten erkennen.
Kann ich Borretsch im Garten pflanzen?
Borretsch ist genügsam und leicht anzupflanzen. Außerdem locken die Blüten Bienen und Hummeln an und die Pflanze selbst eignet sich zur Gründüngung, verbessert also den Boden und reichert ihn mit Nährstoffen an. Das solltest du bei der Standortwahl beachten:
- Da Borretsch aus dem Mittelmeerraum stammt, bevorzugt die Pflanze einen sonnigen, windgeschützten Platz.
- Der Boden sollte kalkhaltig und locker sein.
- Borretsch ist genügsam und stellt keine großen Anforderungen an den Boden, er sollte aber auch nicht zu nährstoffreich sein.
Tipp: Du kannst Borretsch auch in einem Topf auf dem Balkon kultivieren. Da die Pflanze große Wurzeln ausbildet, ist es wichtig, dass der Topf groß genug ist. Auf dem Balkon musst du besonders darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet.
Borretsch pflanzen: Aussaat und Pflege
Borretsch ist frostempfindlich, daher sollte die Aussaat erst ab Ende April erfolgen. Je nach Bedarf kannst du den Sommer über nachsäen:
- Borretsch gehört zu den Dunkelkeimern. Damit die Samen keimen, sollten sie etwa zwei bis drei Zentimeter tief unter der Erde sein.
- Die Keimzeit kann bis zu zwei Wochen betragen.
- Zwischen den Reihen solltest du einen Abstand von 30 bis 45 Zentimetern einhalten.
- Gurkenkraut gilt als pflegeleicht. So benötigt die Pflanze im Garten üblicherweise keinen Dünger.
- Die Pflanzen breiten sich stark aus und neigen zum Wuchern. Um das zu verhindern, schneide einfach die Samenstände nach der Blüte ab.
- Borretsch reagiert empfindlich auf Trockenheit. An heißen Sommertagen solltest du die Pflanze daher zusätzlich bewässern.
Borretsch ist besonders anfällig für Blattläuse. Auch zu einem Befall mit Mehltau kann es gelegentlich kommen. Du kannst Schädlingen aber gut vorbeugen, indem du den Abstand zwischen den Pflanzen einhältst. Außerdem hat sich eine Mischkultur mit Ringelblumen als nützlich erwiesen.
Borretsch ernten: Das solltest du dabei beachten
Borretsch kannst du circa acht Wochen nach der Aussaat ernten. Idealerweise erntest du die Blätter, bevor die Pflanze zu blühen anfängt – so sind sie am aromatischsten. Am besten erntest du zuerst die untersten Blätter. Die jungen Blätter schmecken besonders nach Gurke. Die Älteren schmecken eher hart und holzig.
Willst du die Blätter entfernen, kannst du dafür ein scharfes Messer oder eine Gartenschere verwenden. Schneide die Blätter des Borretsch oberhalb des Blattknotens ab. Das sorgt dafür, dass neue Blätter nachwachsen und du fortlaufend ernten kannst.
Borretsch: Inhaltsstoffe und Wirkung
Borretsch hat eine lange Tradition als Heilpflanze. Aufgrund des Pyrrolizidinalkaloid-Anteils raten Mediziner:innen heute von der intensiven inneren Anwendung ab. Der Stoff soll bei langfristiger Anwendung zu Leberschäden führen. Das Bundesamt für Risikobewertung empfiehlt, Borretsch nur gelegentlich zu verzehren.
In Borretsch stecken auch viele Inhaltsstoffe, die sich positiv auf den Körper auswirken. Darunter:
- Schleimstoffe
- Gerbstoffe
- Kaliumsalze
Heute wird Borretsch als Heilpflanze überwiegend äußerlich angewandt. Dafür wird meist pures Borretschöl verwendet, aber das Öl findet sich auch in Salben und Cremes wieder. Borretschöl wird außerdem zur Behandlung von Alzheimer, Asthma und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Außerdem kann Borretsch laut einer neuen Studie entzündungshemmend wirken und die Herzgesundheit unterstützen.
Mehr Inhalte von Utopia.de News, Tipps, Rezepte und Kaufberatung für eine nachhaltigere Welt. Kostenlos weiterlesenSo verwendest du Borretsch in der Küche
Borretsch besticht durch seinen einzigartigen Geschmack. Er erinnert, wie bereits erwähnt, an Gurke und hat eine fein säuerliche Note. In der Küche kannst du die ganze Pflanze verwenden – Blätter und Blüten sind gleichermaßen essbar. Denk aber daran, Borretsch nur gelegentlich zu dir zu nehmen.
Am besten erntest du die Blätter erst kurz vor dem Verarbeiten. Borretsch verwelkt schnell und verliert dabei an Geschmack. Damit du in den vollen Genuss seines Aromas kommst, solltest du Borretsch überwiegend roh verzehren.
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So kannst du Borretsch in der Küche verwenden:
- Besonders gut eignet sich Borretsch für Salat, beispielsweise mit Gurken oder Tomaten.
- Der Geschmack verfeinert Kräuterquark oder ein einfaches Butterbrot, aber Borretsch bietet sich auch an, um Gurken einzulegen.
- Du kannst Borretsch auch ähnlich wie Spinat zubereiten. Dabei solltest du darauf achten, die Blätter nur kurz bei niedriger Temperatur zu dünsten.
- Der feine Geschmack von Borretsch harmoniert außerdem besonders gut mit Dill.
- Mit den süßlichen Blüten kannst du Süßspeisen dekorieren oder sie in Eiswürfel einfrieren und für sommerliche Limonaden verwenden.
Tipp: Anders als viele Küchenkräuter lässt sich Borretsch nicht trocknen, dabei verliert er seinen Geschmack. Wenn du den Geschmack trotzdem konservieren möchtest, kannst du die Blätter in Öl einlegen.
Überarbeitet von Lea Hermann © UTOPIA
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