Verbrauchermagazin24

Nehmen Sie Kontakt auf

Biontech schließt Standorte – gut 800 Curevac-Jobs betroffen

Mainz

Biontech schließt Standorte – gut 800 Curevac-Jobs betroffen

Aktualisiert am 05.05.2026, 13:27 Uhr Biontech schließt Standorte seines früheren Konkurrenten Curevac - auch Tübingen. (Archivbild) © dpa / Christoph Schmidt/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-Agentur

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Biontech hat seinen früheren Impfstoff-Konkurrenten erst kürzlich komplett übernommen. Nun wollen die Mainzer sparen - und in Tübingen und an anderen Standorten droht der Kahlschlag.

Mainz - Der Impfstoffhersteller Biontech will mehrere Standorte schließen - darunter auch Standorte des übernommenen Konkurrenten Curevac. Von den Plänen sind dem Mainzer Unternehmen zufolge ungefähr 820 frühere Curevac-Beschäftigte betroffen. Der Standort in Tübingen und frühere Hauptsitz von Curevac soll bis Ende 2027 geschlossen werden.

Das Management des Biopharma-Unternehmens begründet die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kostensenkungen. Von den Plänen sind neben den früheren Curevac-Standorten auch die Biontech-Produktion in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur betroffen. Insgesamt sollen bis zu 1.860 Stellen gestrichen werden.

Biontech hatte 2025 angesichts hoher Entwicklungskosten einen Verlust in Milliardenhöhe gemacht. Auch im ersten Quartal 2026 schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Das Management rechnet nach vollständiger Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2029 mit wiederkehrenden jährlichen Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro. Die Mittel sollen für die Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Medikamenten gegen Krebs eingesetzt werden.

Empfehlungen der Redaktion

  • Pharmabranche sieht Warkens Sparpaket als Risiko für Arznei-Standort
  • Audis Gewinne schrumpfen immer weiter - Schuld sind US-Zölle und China
  • Wer profitiert wirklich vom Tankrabatt?

Onkologie im Fokus

Biontech, das in der Corona-Pandemie Milliarden mit seinem Corona-Impfstoff verdient hatte, entwickelt Medikamente auf mRNA-Basis gegen Krebs und andere Krankheiten. Jüngst wurde das Biotechnologieunternehmen Curevac aus Tübingen übernommen. Bis 2030 wollen die Mainzer mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten gestellt haben.  © Deutsche Presse-Agentur

Nachrichten aus anderen Regionen Mainz Grüne wählen neue Doppelspitze - drei Kandidierende vor 1 Stunde Mainz Rheinland-Pfalz: Koalitionsvertrag wird unterschrieben vor 1 Stunde Feedback an die Redaktion