Bewegung bei Gewerbeanmeldungen
Bewegung bei Gewerbeanmeldungen
Aktualisiert am 13.05.2026, 15:13 Uhr Thüringen hat im ersten Vierteljahr ein Plus bei Gewerbeneuanmeldungen verzeichnet (Symbolbild). © dpa / Lino Mirgeler/dpa Lesedauer:1 Min. Von Deutsche Presse-AgenturDieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Die Thüringer Wirtschaft ist kleinteilig. Das zeigt auch die Quartalsbilanz der Gewerbeämter. Kleine Firmen dominieren bei Gewerbeanmeldungen, ebenso wie bei Abmeldungen.
Erfurt - Bei den Thüringer Gewerbeämtern sind im ersten Quartal 3.654 Gewerbebetriebe angemeldet worden. Das bedeutete ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Zugleich gab es einen Rückgang bei den Gewerbeabmeldungen. Diese gingen um 6,3 Prozent auf 3.221 zurück.
Bei etwa acht von zehn Anmeldungen handelte es sich um gewerbliche Neugründungen, wobei wiederum Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe dominierten. Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Substanz wie Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften und Betriebe mit Beschäftigten machten ein Viertel dieser Neugründungen aus.
Die meiste Bewegung gab es bei Autohändlern und Autowerkstätten. 843 Gewerbeanzeigen standen 829 Abmeldungen gegenüber. Bei wirtschaftlichen Dienstleistungen wurden 485 Gewerbe an- und 450 abgemeldet - zu dem Bereich zählen etwa Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau, Zeitarbeitsfirmen, Reisebüros und Reiseveranstalter gehören.
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IHK wertet Zahlen differenziert
Die Industrie- und Handelskammer Erfurt bewertete die Zahlen auf Anfrage als positives Signal. Sie zeigten, dass unternehmerische Initiative vorhanden sei. Allerdings werde der Anstieg bei Gewerbeanmeldungen vor allem von Kleinunternehmen und Nebenerwerbsgründungen getragen. Dies sei zwar ein ermutigendes Zeichen für wirtschaftliche Dynamik. Kleinbetriebe ersetzten aber nicht automatisch investitionsstarke Unternehmen mit Beschäftigungseffekten. Zudem könne die anziehende Gründungsdynamik teilweise auch Ausdruck eines schwierigeren Arbeitsmarktes sein, wenn Selbstständigkeit als Alternative zur Arbeitslosigkeit gewählt werde. © Deutsche Presse-Agentur
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