Bettwäsche wechseln: Wann du dein Bett häufiger frisch beziehen solltest
Bettwäsche wechseln: Wann du dein Bett häufiger frisch beziehen solltest
Aktualisiert am 13.05.2026, 08:45 Uhr © Foto: CC0 / Pixabay / JayMantri Lesedauer:3 Min. UTOPIADieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.
Wie oft sollte man seine Bettwäsche wechseln? Darauf gibt es unterschiedliche Antworten, denn für einige Menschen empfiehlt es sich häufiger, die Bettwäsche zu wechseln als für andere. Wir erklären dir, welcher Rhythmus sinnvoll ist.
Durchschnittlich schlafen wir jeden Tag sieben bis acht Stunden. Während dieser Zeit gelangen Hautschuppen, Schweiß, Haare und andere Körperflüssigkeiten in die Bettwäsche und bieten einen guten Nährboden für Bakterien, Keime und Milben. Um zu vermeiden, dass sich die Tierchen schnell vermehren und gesundheitliche Probleme verursachen, musst du deine Bettwäsche regelmäßig wechseln.
Eine allgemeingültige Regel, wie oft man die Bettwäsche wechseln sollte, gibt es nicht. So wie jeder Mensch ist auch der Rhythmus des Wäschewechselns individuell. Grundsätzlich gilt jedoch, dass du das Bett im Sommer häufiger neu beziehen solltest als im Winter. Denn in den heißen Monaten schwitzen die meisten Menschen mehr.
Wie oft sollte ich die Bettwäsche wechseln?
Auf die Frage, wie oft man die Bettwäsche wechseln sollte, gibt es viele Antworten. Eine gängige Faustregel besagt, dass du eine Garnitur problemlos bis zu zwei Wochen nutzen kannst. Der Mikrobiologe Philip Tierno hingegen erklärt dem Magazin Business Insider, dass sich bereits innerhalb einer Woche große Mengen an Bakterien und Pilzen im Bettzeug ansammeln.
In erster Linie solltest du den Wechsel von deinem eigenen Empfinden abhängig machen: Fühlt sich die Bettwäsche noch frisch an? Hast du in den letzten Nächten mehr geschwitzt? Hast du viel auswärts übernachtet?
Im Sommer, wenn du stärker schwitzt, kannst du die Bettwäsche zum Beispiel wöchentlich wechseln. Im Winter hingegen darf sie problemlos etwas länger aufgezogen bleiben.
Ausnahmen: Wann Bettwäsche häufiger wechseln?
Wie oft sollte man aber die Bettwäsche wechseln, wenn man stark schwitzt? Oder wenn Haustiere mit im Bett schlafen? In einigen Fällen ergibt es Sinn, die Bettwäsche häufiger als alle zwei Wochen zu wechseln. Einige dieser Ausnahmen sind hier aufgelistet:
- Wenn du von Natur aus viel schwitzt oder nachts häufig schweißgebadet aufwachst, solltest du deine Bettwäsche jede Woche wechseln. Lies zu diesem Thema auch: Nachtschweiß: Ursachen und Behandlung von nächtlichem Schwitzen.
- Sind dir Hausstauballergien, Pollenallergien oder Ähnliches bekannt? Auch dann ist ein häufigerer Wäschewechsel sinnvoll. Lesenswert dazu: Hausstaubmilben-Allergie: So reduzierst du Hausstaub effektiv.
- Wechsle deine Bettwäsche einmal pro Woche, wenn du nackt schläfst. Dadurch, dass deine Haut direkt mit dem Bezug in Berührung ist, lagern sich mehr Hautschüppchen darauf ab.
- Schlafen deine Haustiere mit im Bett, gilt das Gleiche. Tiere verlieren, wie der Mensch auch, viele Haare und tragen Schmutzpartikel und Keime im Fell.
- Wenn du gerade eine Krankheit überstanden hast, solltest du die Bettwäsche danach umgehend wechseln. Bist du mehrere Wochen krank, empfiehlt es sich, den Bettbezug auch zwischendurch zu wechseln.
Sonderfall Hautprobleme: Kissenbezug häufiger wechseln
Wenn du Probleme mit deiner Gesichtshaut hast, solltest du den Kissenbezug häufiger wechseln. Oft begünstigen Kopfkissen Hautunreinheiten, da sich auf ihnen Bakterien und Schmutz ansammeln. Während du nachts schläfst, lagern sich Schweiß, Hautpartikel, Reste von Pflegeprodukten und Haare auf dem Kissen ab. Kuschelst du dich ins Bett, verteilen sich die Bakterien auf deiner Gesichtshaut und verstopfen die Poren, was Entzündungen und Pickel auslösen kann.
Wechsle deshalb den Kissenbezug wöchentlich und wasche ihn bei mindestens 60 Grad. Das feuchtwarme Bettklima begünstigt Bakterienwachstum und höhere Waschtemperaturen töten Keime zuverlässig ab. Schau aber vorher auf das Pflegeetikett deiner Bettwäsche: Satin zum Beispiel verträgt lediglich 40 Grad.
Hinweis: Denk auch daran, deine Handtücher regelmäßig zu waschen, da sie ebenfalls voller Bakterien sind, die Hautprobleme verstärken können. Bevorzuge bei Bettwäsche nach Möglichkeit nachhaltige Produkte, zum Beispiel Bio-Bettwäsche. Achte auch auf den Stoff: Greife lieber zu Naturfasern und Bio-Textilien statt zu synthetischen Stoffen (wegen Mikroplastik). Diese Stoffe sind nicht nur besser für die Umwelt, sondern fühlen sich auch angenehm auf der Haut an.
Mehr Inhalte von Utopia.de News, Tipps, Rezepte und Kaufberatung für eine nachhaltigere Welt. Kostenlos weiterlesenNicht nur Bettwäsche wechseln, auch Kissen und Bettdecke waschen
Nicht nur die Bettwäsche zu wechseln ist wichtig: Ab und an solltest du auch das Kissen und die Bettdecke richtig waschen. Denn obwohl sie von der Bettwäsche geschützt sind, können sich auch hier Bakterien ansammeln. Der Deutsche Textilreinigungsverband empfiehlt, beides einmal im Jahr zu waschen oder professionell reinigen zu lassen.
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Tipp: Lüfte dein Kissen und deine Bettdecke, wenn möglich, gelegentlich am offenen Fenster oder auf dem Balkon aus. Eine gute Gelegenheit dafür ist es auch, wenn du die Bettwäsche wechselst. Frische, kühle Luft mögen Milben nämlich nicht.
Überarbeitet von Freya Petersen © UTOPIA
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