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Betrüger sammelt als falscher "Sendung mit der Maus"-Mitarbeiter Spenden

Fahndung seit Jahren erfolglos

"Maus"-Betrüger zieht seit fast 15 Jahren durch Deutschland

Aktualisiert am 12.05.2026, 08:34 Uhr Der gesuchte Mann behauptet offenbar, für die bekannte Kindersendung "Sendung mit der Maus" tätig zu sein. (Symbolbild) © picture alliance/Panama Pictures/Christoph Hardt Lesedauer:2 Min.

Er präsentiert sich als WDR-Mitarbeiter und sammelt angeblich für krebskranke Kinder: Seit Jahren zieht ein Mann laut einem Medienbericht mit dieser Masche durch Deutschland. Trotz Haftbefehl wurde er bisher nicht gefasst.

Ein 69 Jahre alter Mann entwischt den Ermittlungsbehörden offenbar seit fast 15 Jahren. Wie die "Bild" berichtet, gibt sich der Gesuchte als Mitarbeiter des WDR und der "Sendung mit der Maus" aus, um Geld von arglosen Menschen zu kassieren. Laut dem Bericht setzt der Ganove auf den Aliasnamen "Jürgen Schneider".

Kino-Gutscheine, Tankkarten und eine dreiste Lüge

Die Vorgehensweise des Mannes: Er präsentiert seinen Opfern eine Mappe mit Abbildungen der berühmten Maus, behauptet, seit über 20 Jahren für die Kindersendung tätig zu sein, und erzählt von angeblichen Drehortbesichtigungen. Anschließend überreicht er Kino-Gutscheine und stellt eine 200-Euro-Tankkarte von Aral in Aussicht. Im Gegenzug bittet er um eine Zahlung für leukämiekranke Kinder.

Derzeit hält sich der Gesuchte dem Bericht zufolge in Hamburg auf. Beim Hafengeburtstag sprach er dort das Ehepaar Doris B.-V. (75) und Jochen (79) an. Die 75-Jährige schilderte den Vorfall gegenüber der "Bild": "Er redete und redete. Dann schenkte er uns Kino-Gutscheine und bot uns eine 200-Euro-Tankkarte von Aral an. Die Firmen würden so etwas immer spenden. Wir müssten nur 50 Euro für leukämiekranke Kinder geben."

Das Paar ließ sich von der Geschichte überzeugen und zahlte. Unmittelbar danach habe es der Mann eilig gehabt und sei verschwunden.

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Handynummer von Kölner Wirt genutzt

Als das Ehepaar später die Handynummer anrief, die "Schneider" ihnen für ein angebliches Treffen hinterlassen hatte, erlebte es eine böse Überraschung. Am anderen Ende meldete sich ein Gastwirt aus Köln, der die Situation sofort einordnen konnte: "Sie suchen 'Jürgen Schneider'? Das ist ein Betrüger. Gehen Sie sofort zur Polizei. Der benutzt immer meine Handynummer."

Doris B.-V. zeigte sich erschüttert: "Natürlich war das ein Schock. Wir hätten nicht gedacht, dass uns so etwas passiert." Immerhin habe das Paar Fotos angefertigt, die nun der Polizei zur Verfügung stehen. Durch die Aufnahmen existieren nun aktuelle Bilder des Gesuchten.

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Haftbefehl seit 2012 – doch der Mann bleibt unauffindbar

Schon 2012 wurde ein Haftbefehl gegen den "Maus"-Betrüger erlassen, wie die "Bild" weiter schreibt. Gefasst wurde der Mann aber noch nicht: Er verfügt über keinen festen Wohnsitz und entziehe sich den Behörden seit Jahren. Das LKA sei mit der Fahndung befasst. (bearbeitet von ng)

Verwendete Quellen

  • bild.de: Er ist nicht zu fassen: LKA jagt "Sendung mit der Maus"-Betrüger
  • Transparenzhinweis

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