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Bericht: Erneuerbare rund um die Uhr günstiger als Kohle und Gas

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Bericht: Erneuerbare rund um die Uhr günstiger als Kohle und Gas

Aktualisiert am 14.05.2026, 08:45 Uhr © Foto: CC0 / Unsplash - American Public Power Association Lesedauer:2 Min. UTOPIA

Dieser Beitrag wurde automatisch veröffentlicht und nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Ein internationaler Bericht zeigt: Solar und Wind mit Batteriespeichern liefern in sonnen- und windreichen Regionen heute schon günstigeren Dauerstrom als neue Gas- und Kohlekraftwerke. Auch in Deutschland ist mit sinkenden Kosten zu rechnen.

Solar- und Windenergie kombiniert mit Batteriespeichern können zuverlässig rund um die Uhr Strom liefern – und zwar günstiger als fossile Alternativen. Das zeigt ein neuer Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), veröffentlicht am 6. Mai.

Zumindest gilt das für sonnen- und windreiche Regionen. Denn dort liegen die Vollkosten für Rund-um-die-Uhr-Strom aus Solar plus Speicher zwischen 54 und 82 US-Dollar pro Megawattstunde (MWh) – bei einer Zuverlässigkeit von 95 Prozent. Neue Gaskraftwerke benötigen mehr als 100 Dollar pro MWh.

Die geringsten Kosten der im Bericht untersuchten Objekte hatten Solar-plus-Speicher-Anlagen in China. Solarstrom mit einer Zuverlässigkeit von 95 Prozent gibt es dort teilweise schon ab 34 Dollar pro MWh. Zum Vergleich: Bei neuen chinesischen Kohlekraftwerken betragen die Kosten mindestens 70 Dollar pro MWh – über das Doppelte.

Ein entscheidender Grund für die niedrigen Kosten von Erneuerbaren ist die Preisentwicklung der letzten Jahre: Seit 2010 sanken die Installationskosten für Solarenergie um 87 Prozent, für Onshore-Wind um 55 Prozent. Batteriespeicher wurden sogar um 93 Prozent günstiger.

Gelten die Zahlen auch für Deutschland?

Bezogen auf Deutschland fokussiert sich der IRENA-Bericht auf die Kombination Onshore-Wind-plus-Speicher. Auf diese Weise erzeugter und bereitgestellter Strom kostete 2025 hierzulande 88 bis 94 Dollar pro MWh. Dieser Wert liegt über dem Kostenniveau neuer Kohlekraftwerke in China und deutlich über dem, was Solar-plus-Speicher in manchen Regionen ermöglichen.

Der Grund für die verhältnismäßig teure Stromproduktion: Deutschland hat weder die Sonnenintensität Omans noch die konstanten Windverhältnisse der Inneren Mongolei (China). Längere Schwachwindphasen – in der Energiebranche als "Dunkelflaute" bekannt – erfordern mehr Speicherkapazität und treiben die Kosten hoch.

Allerdings: Gaskraftwerke sind weltweit mit über 100 Dollar pro MWh noch teurer. Zudem zeigt der Trend klar nach unten. IRENA prognostiziert für Deutschland Kosten von 49 bis 75 Dollar pro MWh bis 2030. Bis 2035 werden nur noch 46 bis 67 Dollar pro MWh erwartet.

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Marktdesign als entscheidender Faktor

IRENA betont, dass sinkende Kosten allein nicht ausreichen. In vielen Ländern belohnten Strommärkte, Netzinfrastruktur und Ausschreibungsrahmen die Flexibilität und Verlässlichkeit hybrider Erneuerbare-Systeme noch nicht angemessen. Erst wenn diese Lücken durch Marktreformen geschlossen werden, könnten die dokumentierten Kostensenkungen auch in tatsächlich installierte Kapazität umgesetzt werden.

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Verwendete Quellen: IRENA-Bericht, IRENA-Pressemitteilung  © UTOPIA

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