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Backhaus zur Wal-Rettung: "Müssen das Konzept überarbeiten"

Live-Blog Wal in der Ostsee

Live-Blog zum Buckelwal: Backhaus zur Wal-Rettung: "Müssen das Konzept überarbeiten"

Aktualisiert am 22.04.2026, 19:33 Uhr Laut Umweltminister Till Backhaus (SPD) soll der gestrandete Wal eine Art Korsett aus mit Sand gefüllten Big Bags bekommen. (Archivbild) © dpa / Marcus Golejewski/dpa Lesedauer:11 Min. Ein Live-Blog von Sophie Bierent
  • 19:32 Uhr: ➤ Backhaus zur Wal-Rettung: "Müssen das Konzept überarbeiten"
  • 18:25 Uhr: Backhaus: "Wer nichts macht, macht auch keine Fehler"
  • 17:30 Uhr: Backhaus: Netz im Wal-Maul nicht aus Mecklenburg-Vorpommern
  • 15:57 Uhr: Walfang-Kommission: Rettungsaktion ist "weitere Störung und Belastung"
  • 15:39 Uhr: Bisher keine neuen Maßnahmen für Wal-Transport angekündigt
  • 14:36 Uhr: Team will Buckelwal mehr Platz schaffen
  • 14:08 Uhr: Biologe mahnt: "Finger weglassen von dem Wal"
  • 13:40 Uhr: Antrag bei Gericht gegen Rettungsaktion für Wal vor Poel
  • 12:48 Uhr: Rettungsinitiative: Wal war zeitweise in völliger Panik
  • 12:31 Uhr: Neue Tierärztin vor Ort eingetroffen – keine Erfahrung mit Walen

Hier den Live-Blog zum Wal in der Ostsee aktualisieren

➤ Backhaus zur Wal-Rettung: "Müssen das Konzept überarbeiten"

  • 19:32 Uhr

Der vor Poel liegende Buckelwal soll zunächst nicht mit Luftkissen und Pontons gerettet werden. Das Konzept der privaten Initiative ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) überholt. Den Meeressäuger auf eine Plane zu heben, sei aktuell nicht mehr möglich. «Wir müssen das Konzept überarbeiten», sagte er bei einem Pressestatement am späten Nachmittag.

«Das ist nun mal ein lebender Organismus und er hat gezeigt, dass er schwimmen will», betonte Backhaus. Er gehe davon aus, dass mit Hochdruck an weiteren Maßnahmen gearbeitet werde. Ideen wie Spülmaßnahmen, um bei niedrigem Wasserstand eine Kuhle für den großen Wal zu schaffen, seien in kürzester Zeit umgesetzt worden. Aktuell liege das Tier «in einer Badewanne, bildlich gesprochen». (dpa, bearbeitet von mss)

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Diese Rettungsaktion war für den Wal in der Ostsee geplant

  • Bislang geplant war, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit sollte er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden. Die Pontons sollten dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Die Netzplane, auf der das Tier zwischen Pontons in die Nordsee und in den Atlantik transportiert werden sollte, war nach Behördenangaben bereits im Wasser.
  • Da sich der Wal am Montag freigeschwommen hatte, griff laut Initiatoren der Rettungsaktion "Plan B": Dieser sah vor, dass bereitstehende DLRG-Boote ihn bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten.
  • Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel.
Analyse Rettungsversuche für Wal Experte ordnet ein: So wichtig ist der Wal für Minister Backhaus vor 1 Tag von Marie Illner

Weitere News zur Walrettung vom 22. April:

Backhaus: "Wer nichts macht, macht auch keine Fehler"

  • 18:25 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat die Rettungsaktion des vor Poel festsitzenden Buckelwals verteidigt. «Wer nichts macht, macht auch keine Fehler», sagte er bei einem Pressestatement. Er analysiere sich «selbstverständlich» jeden Tag, so Backhaus. «Aber wir können gemeinsam sagen: Wir haben es versucht. Und der Versuch macht klug.» Der Wal tauchte Anfang März an der Ostseeküste auf und strandete danach mehrfach. Am Umgang mit dem Tier gab es immer wieder von verschiedenen Seiten Kritik. (dpa, bearbeitet von mss)

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Backhaus: Netz im Wal-Maul nicht aus Mecklenburg-Vorpommern

  • 17:30 Uhr

Das Netz, das sich im Maul des vor der Ostsee-Insel Poel liegenden Buckelwals verfangen hat, stammt nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. Das teilte Landesumweltminister Till Backhaus am Nachmittag bei einer Pressekonferenz mit. "Wir können garantieren, dass das Netz, das er mitgeschleppt hat, nicht aus unseren Gefilden kommt, weil diese Art der Netze in Mecklenburg-Vorpommern nicht eingesetzt werden." Ein Teil des Netzes war entnommen worden, als sich das Tier vor Wismar aufgehalten hatte. (dpa)

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Walfang-Kommission: Rettungsaktion ist "weitere Störung und Belastung"

  • 15:57 Uhr

In einer Stellungnahme kritisiert das Expertengremium für Strandungen der Internationalen Walfangkommission (IWC SEP) das aktuelle Vorgehen bei der Walrettung. Wiederholte Eingriffe hätten nicht zu einer dauerhaften Erholung oder einer erfolgreichen Rückkehr in sichere Gewässer geführt, heißt es darin. "Stattdessen ist der Wal immer wieder gestrandet, und sein Zustand hat sich weiter verschlechtert", schreibt die Kommission.

Jede weitere physische Intervention müsse in erster Linie unter dem Gesichtspunkt des Tierschutzes bewertet werden. Die Experten appellieren: "Wo wiederholte Bemühungen gescheitert sind und das Tier in einem stark geschwächten Zustand verbleibt, dürften weitere Versuche, den Wal zu handhaben, zu bewegen oder zu stimulieren, eher eine weitere Störung und Belastung darstellen als eine sinnvolle Rettung."

Die Kommission rät dringend von der Rettungsaktion ab – auch weil diese "falsche Hoffnungen" wecke. "Auch die Beobachtung des Wals sollte eingestellt werden, um Störungen zu minimieren und dem Wohlergehen des Tieres Vorrang zu geben", so die Forderung. Eine "ruhige, friedliche und palliative Betreuung" sei unter den derzeitigen Umständen "weiterhin der verantwortungsvolle, humane und pragmatische Weg". (sbi)

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Bisher keine neuen Maßnahmen für Wal-Transport angekündigt

  • 15:39 Uhr

Die Rettungsbemühungen für den vor der Ostsee-Insel Poel liegenden Buckelwal konzentrieren sich aktuell darauf, dem Tier mehr Platz zu verschaffen. Es werde Untergrund weggespült, damit der Wal tiefer im Wasser liege und möglichst wenig Eigengewicht auf ihm laste, hieß es von der privaten Initiative hinter den Bemühungen. Ob und wann - wie ursprünglich geplant - wieder ein Transport mittels Plane und Pontons ansteht, blieb zunächst unklar.

Von der Initiative gab es dazu bis zum frühen Nachmittag keine Informationen. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) kündigte für den späten Nachmittag ein neues Statement an. (dpa)

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Galerie Schon gewusst? Bangen um den Wal: Das macht die Meeressäuger besonders vor 22 Tagen von Sophie Bierent

Team will Buckelwal mehr Platz schaffen

  • 14:36 Uhr

Das um die Rettung des vor Poel liegenden Wals bemühte Team konzentriert sich derzeit darauf, dem Tier mehr Platz zu verschaffen. Damit trotz des niedrigen Wasserstands möglichst wenig Eigengewicht auf dem Buckelwal laste, solle ein ausreichend großes Becken geschaffen werden, hieß es von der privaten Initiative hinter den Bemühungen. Ob es später, wie ursprünglich geplant, zum Einsatz einer Plane und Pontons zum Transport des Tieres kommt, war nach Angaben aus dem Team noch unklar.

Schon am Dienstag hatten Helfer mit Saug- und Spültechnik den Untergrund bearbeitet, sodass der Wal inzwischen tiefer im Wasser liegt. Von dem Team hieß es nun, der Wal könnte noch tiefer liegen, wenn er weiter in eine geschaffene Mulde rutschen würde. Direkt am Wal werde per Hand mit einer sogenannten Spüllanze gearbeitet. Etwas zurückgesetzt werde von der vor Ort eingesetzten schwimmenden Arbeitsplattform aus ebenfalls Sediment abgesaugt. (dpa/bearbeitet von sbi)

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An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Biologe mahnt: "Finger weglassen von dem Wal"

  • 14:08 Uhr

Für den Biologen und Walforscher Fabian Ritter ist es überraschend, dass der Wal noch lebt. In einer "Bild"-Sendung schätzte er die Überlebenschancen für das Tier als gering ein. Er appelliert, den Wal besser in Ruhe zu lassen. "Im Moment müsste gar nichts getan werden, außer die Finger wegzulassen von dem Wal", sagte Ritter. Er nimmt an, dass der Wal sich bewusst in seine Position begeben hat. Fakt sei, dass er sich zum fünften Mal eine solche Position ausgesucht habe. "Das macht er bewusst", erklärt Ritter. Denn dadurch müsse der Wal nicht aktiv an die Oberfläche kommen, wenn er Schmerzen habe und könne weiter atmen.

Derzeit liegt der Wal in der Bucht vor der kleinen Ostsee-Insel Poel. Seit der Nacht bewegte er sich nicht von der Stelle. Um das Tier feucht zu halten und vor der Sonne zu schützen, wurde es mit Tüchern bedeckt. Ein Sprühbagger ist im Einsatz. Welche weiteren Schritte das Team der privaten Rettungsinitiative plant, blieb zunächst unklar. (sbi/dpa)

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Antrag bei Gericht gegen Rettungsaktion für Wal vor Poel

  • 13:40 Uhr

Nach mehreren Anträgen für eine Rettungsaktion des vor Poel gestrandeten Wals ist zuletzt beim Verwaltungsgericht Schwerin auch ein Antrag gegen den laufenden Rettungsversuch eingegangen. Der am Montag eingegangene Antrag stamme von einer Bürgerinitiative, sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Antrag richte sich gegen das Land Mecklenburg-Vorpommern "mit dem Ziel, die durchgeführten oder veranlassten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Rettung einzustellen" oder hilfsweise erst nach einem speziellen Gutachten durchzuführen.

Die derzeitigen Bemühungen, den Wal vor Poel aus seiner Lage zu befreien, unternehmen allerdings nicht Behörden oder das Land selbst. Stattdessen hat eine private Initiative die Verantwortung übernommen. Das Land duldet und überwacht die Maßnahmen. (dpa)

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Demos und Shitstorms Warum ein Wal Deutschland aus dem Gleichgewicht bringt vor 7 Tagen

Rettungsinitiative: Wal war zeitweise in völliger Panik

  • 12:48 Uhr

Bei der Geleitaktion für den Buckelwal vor Poel ist das Tier nach Angaben aus dem Team der Privatinitiative zu seiner Rettung zeitweise in völlige Panik geraten. Das sagte der zum Team gehörende Schriftsteller Sergio Bambaren auf Poel. Der zwölf Meter lange Wal war am Montag nach drei Wochen Liegezeit plötzlich wieder losgeschwommen. Von Booten aus wurde versucht, das mehrfach wieder umkehrende Tier Richtung Ostsee zu treiben. Nach etwa zwei Stunden stoppte der vermutlich erschöpfte Wal und verharrt seither wieder.

Verschiedene noch beteiligte oder bereits gegangene Teammitglieder beschuldigen sich gegenseitig, bei der Aktion am Montag falsch gehandelt zu haben.

Das gesamte Vorhaben sei hochkomplex, sagte Bambaren. Nach Meinung des Schriftstellers hat der Meeressäuger eine Überlebenschance von 50 Prozent. "Der Wal will leben und ist ein Kämpfer." (dpa)

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Neue Tierärztin vor Ort eingetroffen – keine Erfahrung mit Walen

  • 12:31 Uhr

Wie der NDR berichtet, ist die neue Tierärztin, Kirsten Tönnies, zur privaten Rettungsinitiative gestoßen. Somit befinden sich nun wieder zwei Tierärztinnen vor Ort. Tönnies ist laut "Bild"-Zeitung eigentlich Spezialistin für Haustiere sowie Schafe, Kühe und Pferde. Sie habe viel Erfahrung mit Wildtieren, sagte sie der "Bild", "allerdings nicht mit Walen".

Dennoch gibt sie sich souverän: Sie kenne sich sehr gut im Bereich Medikamente aus. Die Tierärztin aus Hattersheim am Main (Hessen) erklärt: "Ich habe auch keine Angst davor, einen Wal zu spritzen. Der Unterschied zwischen Maus und Mensch ist größer als zwischen Pferd und Wal." Sie fügt an: "Ich bin gespannt und neugierig auf meine Aufgabe und finde es toll, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die ein gemeinsames Ziel haben. Ich habe keine Ahnung, was da auf mich zukommt, aber ich würde nichts machen, von dem ich nicht überzeugt bin."

Zuvor hatten bereits zwei Tierärztinnen das Team verlassen. Die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert wurde am Montag mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin Jenna Wallace war am Montag abgereist – wegen Differenzen im Team. (sbi)

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Interview Gestrandeter Buckelwal Greenpeace: "Tragödie, die sich nicht hätte abspielen müssen" vor 12 Tagen von Thomas Krumenacker (RiffReporter)

Wal liegt weiter regungslos da

  • 11:42

Auf Livestreams ist zu sehen, dass der Wal weiter ruhig liegenbleibt. Mehrere Helfer befinden sich bei ihm. Unter anderem entfernen sie mit Schläuchen Schlick und Sand. Der Wal wird weiterhin mit Wasser besprenkelt. (sbi)

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US-Tierärztin erhebt schwere Vorwürfe gegen zwei Männer aus Rettungsteam

  • 10:56 Uhr

Nachdem die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin Jenna Wallace das Rettungsteam um den Buckelwal verlassen hat, sorgt sie nun mit schweren Vorwürfen für Wirbel. In einem Facebook-Beitrag sowie in einem Interview mit dem NDR wirft sie Beteiligten vor, die Rettung des Tieres durch ihr Verhalten aktiv gefährdet zu haben. Konkret geht es um den Schriftsteller und Vizepräsident der Umweltschutzorganisation "Mundo Azul", Sergio Bambarén, sowie den Influencer Danny Hilse, der sich selbst "Danny Firstclass" nennt. Beide gehören zur privaten Rettungsinitiative.

"Die Retter kämpfen mit Einschränkungen, mit heftigsten Einschränkungen. Und dann gibt es zwei komplett lächerliche Menschen in diesem Team, die da auf keinen Fall reingehören", sagte sie gegenüber dem NDR. Auf Facebook tritt sie nach. Die beiden Männer hätten die erste echte Chance des Wals auf Freiheit "direkt vor meinen Augen zunichtegemacht". Nach einem zweiten Rettungsversuch habe sie das Team angewiesen, den Wal ruhen zu lassen, da ihn die Ereignisse am frühen Morgen erschöpft hätten. Dies sei jedoch "vom 'Teamleiter' und Herrn Firstclass ignoriert" worden. Ihn bezeichnet die Tierärztin als "egoistisch und unverantwortlich".

Dem NDR sagte sie, der Influencer sei "vor allem darum gekümmert [gewesen], mit dem Wal zu sprechen, das ganze spirituelle Zeug. Er hat mit seinem Handy hantiert, sich den Großteil der Zeit selbst gefilmt". Dadurch sei der Wal wiederholt zurück ins flache Wasser gelenkt worden. Hilse habe mit der Schiffsschraube beinahe die Fluke des Tieres überfahren, so Wallace weiter. Ihre Aufforderung, der Influencer müsse sich vom Wal entfernen, sei ignoriert worden.

Gegen Bambarén richtet Wallace den Vorwurf einer folgenschweren Fehlanweisung. Dieser habe angeordnet, dass die Boote sich in einem entscheidenden Moment nicht nähern sollten. "Das war ein Fehler! Sergio hat uns das gekostet!", schreibt sie auf Facebook.

Ihre Abreise begründete Wallace auch mit rechtlichen Bedenken. Sie sei nicht bereit, "Verantwortung für Fehlentscheidungen zu übernehmen oder zu dulden".

Mitinitiatorin Karin Walter-Mommert wies die Kritik an Hilse zurück. "Der Mann hat eine unfassbare Bindung zu dem Wal", sagte sie t-online. Viele Aktionen wären ohne ihn nicht möglich gewesen. Die enge Bindung zum Tier bewerte sie "persönlich als großen Glücksfall".

Das Management von Bambarén teilte laut t-online in einem Facebook-Statement mit, man befinde sich in einer "außergewöhnlichen Situation". Bambarén werde sich nicht an öffentlichen Diskussionen beteiligen, sein Fokus sei "klar und unerschütterlich: die bestmögliche Unterstützung für den Wal". (sbi)

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Buckelwal mit Tüchern bedeckt

  • 09:55 Uhr
Ein Helfer wirft nasse Tücher zum Schutz der Haut auf den Rücken des festliegenden Buckelwals vor der Insel Poel. © picture alliance/dpa/Jens Büttner

Damit der Wal nicht unter der Sonne leidet, hat ein Helfer das Tier mit Tüchern bedeckt. Mithilfe eines Wasserschlauchs wird seine Haut zudem weiter feucht gehalten. Der Wal liegt nach wie vor reglos da. (sbi)

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Wal hat sich nicht von der Stelle bewegt

  • 08:25 Uhr

Der gestrandete Buckelwal in der Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel hat sich über die Nacht nicht von der Stelle bewegt. Er liege weiterhin in der Ausfahrt zur Wismarbucht, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am frühen Morgen. Auf Live-Streams im Internet ist zu sehen, wie sich der Rücken des rund zwölf Meter langen Tiers bewegt und der Wal atmet.

Nachdem Helfer gestern den ganzen Tag damit beschäftigt waren, Schlick unter dem tonnenschweren Tier abzusaugen und wegzublasen, lag es am Abend tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil der Wal in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte.

Das Niedrigwasser bleibt aber ein Problem. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilte am Morgen mit, dass der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau liege. Gegen 12.00 Uhr steigt der Wasserstand der Vorhersage nach um etwa 15 Zentimeter, bevor er gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken soll. Da der Wal nun in einer künstlich freigespülten Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen. (dpa)

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Gestrandet in der Ostsee Buckelwal stabilisiert – Behörden vor schwieriger Entscheidung vor 13 Stunden

Niedriger Wasserstand macht Wal-Helfern zu schaffen

  • 02:10 Uhr

Das Niedrigwasser wird die Arbeit der Helfer weiter erschweren. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sagt für Mittwoch erneut einen Wasserstand von bis zu 30 Zentimetern unter Normal voraus. Da der Wal nun in einer künstlich frei geblasenen Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen.

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Um zu verhindern, dass der Wal noch weiter in den ausgedehnten Flachwasserbereich am Ausgang der Bucht gerät, sollten mit Sand gefüllte Säcke in seinem Rücken im Wasser platziert werden. Doch bis zum Einbruch der Dunkelheit war in Livestreams nichts davon zu sehen. Die Säcke, so schilderte Backhaus die Idee, sollten den Wal davon abhalten, sich noch weiter vom tiefen Fahrwasser wegzubewegen. In der Nacht davor war dies geschehen, wie der Minister erklärte. Rund 80 Meter habe sich der Wal unter dem Druck von Wind und Wellen "im Rückwärtsgang" bewegt. (dpa/bearbeitet von sbi)

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Diese Route könnte den Wal aus der Wismarbucht führen. © dpa/dpa-infografik GmbH

Hier lesen Sie, was zwischen Donnerstag und Montag bei der Walrettung geschah:

  • Tag 1 der Walrettung
  • Tag 2 der Walrettung
  • Tag 3 der Walrettung
  • Tag 4 der Walrettung
  • Tag 5 der Walrettung
  • Tag 6 der Walrettung
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