Backhaus gibt Wal-Update nach nächtlicher Kontrolle
Live-Blog zum Wal: Backhaus gibt Update nach nächtlicher Kontrolle
Aktualisiert am 21.04.2026, 07:42 Uhr © 1&1 Mail & Media Lesedauer:3 Min. Ein Live-Blog von Merja Bogner- 07:30 Uhr: ➤ Backhaus gibt Wal-Update nach nächtlicher Kontrolle
- 05:31 Uhr: Buckelwal in der Ostsee sorgt für Run auf Walpatenschaften
Hier den Live-Blog zum Wal in der Ostsee aktualisieren
➤ Backhaus gibt Wal-Update nach nächtlicher Kontrolle
- 07:30 Uhr
"Der Wal liegt ruhig", hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) nach einer Kontrollfahrt in der Nacht der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Der Politiker näherte sich gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht dem Tier mit einem Boot bis auf etwa 500 Meter. Die Atemfrequenzen hätten zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, seien im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden, erklärte Backhaus. Das zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei.
Nachdem sich das Tier am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand in der Bucht der Insel Poel nördlich von Wismar zunächst freigeschwommen hatte, lag es zwei Stunden später wieder im vielerorts hüfttiefen Wasser fest. Am Abend waren noch einmal Bewegungen des Wals in Richtung der tiefen Fahrrinne zu sehen – dann blieb er wieder liegen.
Es sei richtig gewesen, den Wal erst einmal ruhen zu lassen, sagte der Umweltminister mit Blick auf vorangegangene Mobilisierungsversuche. Doch die Zeit drängt: In der Nacht soll der Wasserstand sinken.
Umweltminister Backhaus geht nicht davon aus, dass der Buckelwal noch in der Nacht weiter schwimmt. Es gelte abzuwarten, was in den kommenden Stunden geschehe, sagte er. Die Wasserschutzpolizei soll weiterhin in der Nähe des Tieres bleiben. (dpa)
+++
Diese Rettungsaktion war für den Wal in der Ostsee geplant
- Bislang geplant war, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit sollte er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden. Die Pontons sollten dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Die Netzplane, auf der das Tier zwischen Pontons in die Nordsee und in den Atlantik transportiert werden sollte, war nach Behördenangaben bereits im Wasser.
- Nun, da sich der Wal freigeschwommen hat, greift laut Initiatoren der Rettungsaktion "Plan B": Dieser sieht vor, dass bereitstehende DLRG-Boote ihn bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten.
- Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel.
Weitere News zur Walrettung vom 21. April:
Buckelwal in der Ostsee sorgt für Run auf Walpatenschaften
- 05:31 Uhr
Die Umweltschutzorganisation WWF hat zuletzt eine Vielzahl an neuen Walpatenschaften verzeichnet - und führt den Anstieg auf den Buckelwal bei Wismar zurück. "Es ist mehr Aufmerksamkeit auf dem Thema", sagte eine WWF-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. "Die Menschen wollen was tun, tippen wir."
In den vergangenen vier Wochen seien 113 neue Walpatenschaften abgeschlossen worden - in den vier Wochen zuvor seien es lediglich 15 gewesen. Der WWF habe sich in seinem Marketing nicht auf den Buckelwal bezogen und sei auch nicht an den Aktionen rund um das Tier beteiligt gewesen, sagte die Sprecherin.
Die Gelder aus der Walpatenschaft werden nach Angaben des WWF unter anderem verwendet, um die Kontrolle des Walfangs zu stärken, Meeresschutzgebiete auszuweisen und den Beifang von Walen und Delfinen in Fischernetzen zu verringern. Auch sollen die Wale vor Umweltgiften und Lärm geschützt werden.
Empfehlungen der Redaktion
- Rettungsversuch zieht sich - Sprecherin weist Behördenkritik zurück
- So verblüffend schlafen Wale
- Parallelen zum Menschen: Neue Studie zur Walsprache enthüllt Erstaunliches
Auch die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd berichtet von einem deutlich gestiegenen öffentlichen Interesse aufgrund des Wals in der Ostsee. Demnach hätten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Menschen telefonisch und per E-Mail an die Organisation gewandt, um sich zu informieren oder ihre Anteilnahme auszudrücken. Dieses erhöhte Engagement spiegele sich auch in der Unterstützung wider. Nach Angaben von Sea Shepherd ist die Zahl der Dauerspender seit dem Auftauchen des Wals merklich angestiegen. (dpa)
+++
Hier lesen Sie, was zwischen Donnerstag und Montag bei der Walrettung geschah:
- Tag 1 der Walrettung
- Tag 2 der Walrettung
- Tag 3 der Walrettung
- Tag 4 der Walrettung
- Tag 5 der Walrettung
