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Auswanderer stößt wegen Macho-Sprüchen bei Fans auf Kritik

Goodbye Deutschland!

Auswanderer stößt wegen Macho-Sprüchen bei Fans auf Kritik

Aktualisiert am 15.05.2026, 22:15 Uhr Nina und André verstehen sich trotz Trennung gut. © RTL Lesedauer:3 Min. Von Carmen Schnitzer

Eigentlich handelte die aktuelle "Goodbye Deutschland"-Folge von den Existenzsorgen verschiedener Kanaren-Auswanderinnen und Auswanderer. Fans der VOX-Dokusoap stießen sich auf Social Media aber vor allem an einer Aussage eines getrennt lebenden Familienvaters.

Heizungsbauer, Fotograf, Imbissbetreiber – "Goodbye Deutschland"-Auswanderer André Sicking (52) hatte schon so einige Jobs. Zuletzt begleitete VOX seine Schmuckdesigner-Karriere. Doch gerade als das Geschäft gut lief, verlor er wieder die Lust daran, kaufte sich für 65.000 Euro 10.000 Quadratmeter Brachland im Süden Teneriffas und zog einen ökologischen Gemüseanbau auf.

Jahrelang habe er sich mit Permakultur beschäftigt, erklärte der Tausendsassa in der vor rund drei Jahren gedrehten, nun aber erst veröffentlichten Folge. 15 Jahre vorher war der Vater von Zwillingen (17) nach Teneriffa gezogen und führte anfangs eine Fernbeziehung mit Pepes und Bosses Mutter Nina Unrau (53), der die Auswanderung zunächst finanziell zu unsicher gewesen war.

Seit 2015 lebt die gesamte Familie auf der Insel – Nina und André allerdings hatten sich inzwischen getrennt: "Ich glaub', wir haben uns als Paar so viele Freiheiten gelassen, dass wir nachher eigentlich gar kein Paar mehr waren", begründet André die Entscheidung. Seit der Trennung bewohnte er die untere Etage des gemeinsamen Hauses, Nina mit den Söhnen die obere. Manchmal aber schlief André auch auf seinem Feld in einem Zelt, machte sich seinen Morgen-Kaffee am Lagerfeuer. Das sei "viel romantischer", als einen Gaskocher zu benutzen.

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"Goodbye Deutschland"-Auswanderer reagiert auf Fan-Kritik

Apropos Romantik: Das gemeinsam-getrennte Leben schien so weit gut zu funktionieren. Allerdings sei es, so André, "natürlich schwierig, wenn ich jetzt, sag ich mal, 'ne Puppe mit nach Hause bringen würde abends und würd' die jetzt, sagen wir mal, im Garten klarmachen". Autsch!

Dieser auch im Trailer zu Sendung gezeigte Satz kam bei vielen gar nicht gut an. "Schrecklicher Macho", hieß es da etwa in einem Facebook-Kommentar. Ein anderer sprach von einem "15-jährigen Testosteronbubi, gefangen im Körper eines Erwachsenen". André nahm's mit Humor und kommentierte selbst: "Ja, richtig", schrieb er etwa unter die letzte Charakterisierung, garniert mit einem Lach-Emoji.

Und letztlich ging's in der Folge ja um was ganz anderes: Geld verdienen! Denn Andrés Gemüseanbau brachte aktuell nur 1.200 Euro monatlich ein, abzüglich Wasser- und Spritkosten – genug zum Überleben, aber nicht mehr. Nina hatte sich vor Kurzem als Reiseleiterin selbstständig gemacht und wollte unter anderem Permakultur-Schnupperkurse bei André anbieten. Die Gäste sollten "heiß" darauf werden, selbst Gemüse anzupflanzen. "Ja, heiß machen kann ich die Ladys wohl", kalauerte André.

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Gemüsebauer – oder doch wieder was anderes?

Ein improvisierter Probelauf mit vier Urlauberinnen lief gut, Andrés Leidenschaft für die Natur kam an: "Man merkt, dass er diese Farm wirklich liebt", lobte eine der Frauen. Eine andere, die selbst auf Teneriffa lebte, hatte dennoch Zweifel: "Für Urlauber, die eine Woche hier sind oder 14 Tage – das interessiert die nicht."

Drei Monate nach dem Dreh verkündete André dann auf Social Media, mit dem Gemüsebusiness Schluss zu machen. Stattdessen jobbte er auf Baustellen und baute Heilkräuter an. Außerdem wollte er kleine "Hobbit-Häuser" bauen und vermieten.

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Ex Nina hatte indes einen kleinen Souvenirshop übernommen. Ihr Mitarbeiter Fabio sei ihr neuer Freund, behauptete André. Er käme gut mit ihm klar, trotzdem sei es "natürlich komisch, wenn jemand deine Ex vögelt". Das sei allerdings letztlich nur sein Ego, war ihm bewusst. Nina indes beteuerte, Fabio sei "einfach nur ein guter Freund". Ihr Vorschlag, dass der mal mit auf Andrés Finca kommen solle, gefiel diesem. Der gutaussehende Kanare könne da ja "die Weiber becircen, das kann er ja am besten". So richtig easy nahm André die Sache offenbar noch nicht.

Doch Sprücheklopferei hin oder her: Das Ex-Paar wirkte dennoch miteinander im Reinen und gut befreundet. Auch Andrés Liebe zum Gärtnern hat offenbar angehalten – eine kurze Netz-Recherche zeigt, dass er kürzlich sogar ein Buch über "Holistisches Gärtnern" herausgebracht hat. Und das sei "richtig toll" geworden, heißt es in den Kommentaren.   © 1&1 Mail & Media/teleschau

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